Was ist das bedingungslose Grundeinkommen (BGE)?

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Zuletzt aktualisiert: 04. Februar 2020

Schnell erklärt

GeldDas bedingungslose Grundeinkommen (kurz: BGE) bezeichnet ein Einkommen, welches an keine Bedingungen (zum Beispiel Arbeit oder sonstige Leistungen) geknüpft ist. Durch die raschen Fortschritte im Bereich der Robotik sowie künstlicher Intelligenz wird es in Zukunft viele Berufe nicht mehr geben. Man bezeichnet dies auch als die “vierte industrielle Revolution” (Industrie 4.0). Anders als es bei vergangenen Revolutionen der Fall war, wird davon ausgegangen, dass diesmal mehr Arbeitsbereiche wegfallen als neue geschaffen werden. Das BGE soll eine potenzielle Antwort auf die drohende Massenarbeitslosigkeit sein.

Zusammengefasst
  • Das bedingungslose Grundeinkommen wird in Deutschland, sollte es eingeführt werden, voraussichtlich € 1.000,- bis € 1.500,- pro Person betragen. Ein exaktes Einführungsdatum kann seriös nicht genannt werden. Prognosen gehen von den Jahren zwischen 2025 und 2040 aus. Noch beruht jedoch alles auf Spekulation.
  • Andere Sozialleistungen würden dafür voraussichtlich wegfallen.
  • Das BGE wird von Philosophen, Tech-Experten sowie Unternehmern weltweit unterstützt. Dazu gehören: Richard David Precht, Frank Thelen, Elon Musk und Mark Zuckerberg. Zu den Zitaten springen »
  • Die Politik ist dem Thema gegenüber tendenziell noch zurückhaltend.
  • Eine mögliche Form der Finanzierung könnte eine Steuer in Höhe von 0,2 % bis 0,4 % auf jede Finanztransaktion sein.
  • Das BGE ist politisch weder links, rechts noch libertär angesiedelt. Viele gehen von einer Notwendigkeit im Zuge der Automatisierung und Digitalisierung aus.
  • Als negative Auswirkungen werden, je nach Ausgestaltung, erhöhte Wirtschaftsmigration sowie ein generelles Absinken der Arbeitsbereitschaft befürchtet.

Das bedingungslose Grundeinkommen als Folge der Digitalisierung

Das bedingungslose Grundeinkommen (Englisch: Universal Basic Income, UBI) gilt unter Philosophen und Zukunftsforschern als Alternativlos. Die Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt werden immens sein.

Betroffen sind kurz gesagt alle Berufe, die in naher Zukunft von einer Maschine gleich oder besser erledigt werden können. 

Es wird aber keinen Wegfall der kompletten Arbeit geben. Es wird immer Menschen geben müssen, die eine Strategie vorgeben, die Wartung der Maschinen vornehmen oder diese Programmieren müssen.

Auch Berufe, in denen menschliche, emotionale Bindungen eine Rolle spielen, werden weiterhin von Menschen ausgeführt werden.

Für einen bedeutenden Teil der Menschen in Deutschland und anderen Ländern wird es jedoch, zumindest manchen Prognosen nach, tatsächlich keine Arbeit mehr geben. Wohlgemerkt geht es nicht in jedem Berufszweig gleich schnell. So kann beispielsweise das vollständige autonome Auto (Level 5-Autonomie) etwas länger auf sich warten lassen als es bei digitaler Rechtsauskunft der Fall sein kann.

Bedingungslos heißt bedingungslos

Oft wird die Frage gestellt, ob es denn gerecht sei, dass das bedingungslose Grundeinkommen jeder erhalten soll. Schließlich würden dabei sowohl Menschen aus der Unter-, Mittel- und Oberschicht monatlich den gleichen Betrag an Geld bekommen. Millionäre und Milliardäre wären nicht ausgeschlossen.

Was auf den ersten Blick ungerecht wirkt, macht auf den zweiten Blick allerdings Sinn: würde  man anfangen, zu unterscheiden, würde dies in einem endlosen Katalog an Forderungen und Unterscheidungen münden. Am Ende wäre bedingungslos nicht mehr bedingungslos, sondern an Konditionen geknüpft.

Die einzige Bedingung für das BGE wird die deutsche Staatsbürgerschaft sein.

Wie hoch wird das BGE sein?

In welcher Höhe das bedingungslose Grundeinkommen ausgezahlt werden wird, ist noch Gegenstand von Diskussionen.

Einerseits darf dieses, vor allem zu Anfang, nicht zu hoch sein, um keine großflächigen und plötzlichen Arbeitsausstiege zu verursachen. Andererseits muss die Grundversorgung eines durchschnittlichen Haushalts durch das BGE gedeckt sein.

Aktuell geht man von einem voraussichtlichen Grundeinkommen von € 1.000,- pro Person aus. Ein Volksbegehren strebt sogar € 1.200,- sowie eine verfassungsgesetzliche Regelung an. Realistischer sind allerdings € 1.500,-

Ob und wie das BGE auch an Kinder verteilt wird, ist noch offen.

Andere Sozialleistungen werden dafür gestrichen

Der Sozialstaat als solcher würde bestehen bleiben. Einzig die aktuell ausgezahlten Sozialleistungen wie Hartz IV, Kindergeld, Familiengeld und andere Zuschüsse würden mit dem BGE in großen Teilen ersetzt werden.

Prognose: wann kommt das bedingslose Einkommen?

Seriöse Schätzungen rechnen mit einer Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens zwischen 2025 und 2040. In Deutschland könnte es ab dem Jahr 2030 Realität werden.

Ein exakter Zeitraum lässt sich jedoch kaum definieren, da dessen Einführung einerseits vom jeweiligen Land, von der Politik abhängt und wie sehr sie sich des Problems bewusst ist. Andererseits davon, wie schnell die Technik, vielmehr aber noch, wie schnell Unternehmen beginnen, ihre Arbeiter durch Maschinen und Computer zu ersetzen. Dies wird zwar jetzt bereits gemacht, von einem Szenario, in dem das BGE notwendig ist, sind wir allerdings noch einige Jahre entfernt.

Wie wird das bedingungslose Grundeinkommen finanziert?

In der Frage der Finanzierung des BGE gibt es aktuell noch keine eindeutige Richtung.

Im Allgemeinen gibt es zwei Ansätze:

  • Finanztransaktionssteuer: Die Idee der Finanztransaktionssteuer ist es, die aktuell die wahrscheinlichste Lösung der Finanzierung werden wird. Dabei soll jede Finanztransaktion wie beispielsweise eine Überweisung, der Handel von Aktien und anderen Wertpapieren sowie das Trading von Derivaten mit einem Satz zwischen 0,2 % bis 0,4 % besteuert werden.
  • Maschinensteuer: Bei der Maschinensteuer (auch: Wertschöpfungsabgabe) ist die Idee, den Einsatz von Maschinen zu besteuern. Das allerdings hat den Nachteil, dass sich die Berechnung äußerst schwierig gestaltet und dazu führen könnte, dass Unternehmen den Einsatz von Maschinen hinauszögern. Deutschland und der Rest von Europa könnte so noch schneller hinter Großmächte wie China oder USA fallen.

Auswirkungen auf die Gesellschaft

Das bedingungslose Grundeinkommen hätte weitreichende und grundlegende Veränderungen der Gesellschaft zur Folge. Manche Auswirkungen werden sich erst mit Einführung zeigen. Es gibt allerdings auch ein paar grundsätzliche Dinge, die bereits jetzt durch Studien, Beobachtungen und Prognosen vorhergesagt werden können.

Dazu gehören:

Gesundheit

Bessere Gesundheit

Da psychischer Stress starke Auswirkungen auf die Gesundheit hat und bei vielen Menschen durch Geldnot oder auch Unzufriedenheit im Job verursacht wird, geht man davon aus, dass das BGE in dem Bezug einen positiven Effekt haben wird.

Gruppe

Reduzierung sozialer Stigmatisierung

Menschen, die heute Hartz 4 erhalten, unterliegen in vielen Fällen einer Stigmatisierung. Kaum ein Empfänger von Sozialleistungen kann offen mit dem Thema umgehen, ohne dass Vorurteile oder sogar Diskreditierung in der Gesellschaft auftreten. Bekommt jedoch jeder Mensch, egal ob arm oder reich ein bedingungsloses Einkommen, werden die Unterschiede zwischen den sozialen Schichten reduziert.

Arbeit

Neubewertung von Arbeit

Unsere Gesellschaft definiert sich heute zu einem großen Teil durch Arbeit. Entscheidend dabei ist oft die spezifische Tätigkeit als auch die Menge. Wenn jedoch die Hälfte oder sogar mehr als die Hälfte der Menschen keiner erwerbsmäßigen Tätigkeit nachgeht, wird eine Neubewertung von (erwerbsmäßiger) Arbeitskraft- und Zeit stattfinden.

Idee

Selbstverwirklichung

Wenn Menschen nicht mehr arbeiten müssen, um die Existenz zu sichern, kommt damit eine gewisse Freiheit und Unabhängigkeit einher. Dinge können risikoloser ausprobiert werden und Selbstverwirklichung wird dadurch einfacher.

Werden die Menschen aufhören zu arbeiten?

Eine oft formulierte Kritik am BGE ist: wenn jeder Mensch, egal ob dieser arbeitet oder nicht, ein bedingungsloses Grundeinkommen bekommt, warum sollte dann überhaupt noch jemand arbeiten gehen?

Es wird sicher einen Teil geben, die keiner Tätigkeit mehr nachgehen werden, da sie durch das BGE gleich oder ähnlich viel wie mit einer Arbeit bekommen würden.

Einem anderen Teil wird das BGE wiederum zu wenig sein und sich etwas dazuverdienen. Vielleicht nicht mit Vollzeitarbeit, in Teilzeit.

Grundsätzlich muss aber gesagt werden, dass Menschen nicht nur arbeiten gehen, um Geld zu verdienen. Die meisten Menschen gehen arbeiten, um beschäftigt und gefordert zu sein. Die wenigsten werden sich vorstellen können, in Zukunft den ganzen Tag lang auf der Couch vor dem Fernseher zu verbringen.

Eine Umfrage von Marketagent bestätigt das: Der  Großteil aller 14-29 jährigen würde weiterarbeiten, sollte das bedingungslose Grundeinkommen eingeführt werden. Wie die Entwicklung am Ende tatsächlich sein wird, bleibt natürlich abzuwarten.

Tests und Modellversuche in anderen Ländern

Langzeiterfahrungen zum BGE in der Praxis gibt es bislang nicht. Dennoch gab es seitens weniger Länder erste Versuche und Diskussionen.

Finnland: das BGE-Experiment, das keines war

Die Regierung in Finnland hat im Jahr 2017 für einen Modellversuch 2.000 zufällig ausgewählten Personen zwischen 25 und 58 Jahren einen Betrag von € 560,00 monatlich ausgezahlt.

Man wollte herausfinden, ob die Probanden dadurch motiviert werden, sich eine Arbeit zu suchen oder das Gegenteil passiert.

Anfang 2019 wurde das Projekt mit dem Argument gestoppt, dass es zu viel Geld koste und die Motivation zur Jobsuche der Teilnehmer nicht positiv beeinflusse.

Die Ergebnisse aus Helsinki sind allerdings nicht repräsentativ. Der ganze Modellversuch war bereits im Vorfeld einiger Kritik ausgesetzt. Dazu gehören unter Anderem, dass das Geld von € 560,00 pro Monat viel zu niedrig angesetzt, der Beobachtungszeitraum zu gering sowie die Teilnehmeranzahl zu klein war.

Volksabstimmung in der Schweiz

In der Schweiz wurde 2016 in einer Volksabstimmung über Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens von 2.500,- Franken monatlich abgestimmt. 78 % der Schweizer sprachen sich dagegen aus.

In Ländern wie Deutschland und Österreich ist die Zustimmung aktuell zwar mit etwa 55 % höher, grundsätzlich sieht man das Thema in  der Bevölkerung aber noch skeptisch.

Prominente Befürworter des BGE

Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens ist nicht neu und bereits in der Renaissance erfunden worden und kommt bereits  im Roman “Utopia” von Thomas Morus aus dem Jahr 1516 vor. Auch Martin Luther King und der Ökonom Milton Friedman sprachen sich dafür aus.

Aufgrund der Dringlichkeit des Themas beginnen viele Prominente Personen aus der Tech-Industrie und Wirtschaft für das BGE einzutreten. Ein Überblick der Standpunkte und Zitate dieser Personen.

Elon Musk

Elon Musk ist der Gründer von PayPal, Tesla, SpaceX und NeuraLink und gilt als Vorreiter in Bezug auf neue Technologien. Er sagt:

"Es wird immer weniger Jobs geben, die ein Roboter nicht besser erledigen kann. Mit Automatisierung kommt der Überfluss. Fast alles wird sehr günstig werden. Aber wie gehen wir dann mit der Massenarbeitslosigkeit um? Ich denke eine Form des bedingungslosen Grundeinkommens wird eingeführt werden müssen. Aber das ist nicht das Problem. Die große Herausforderung wird sein, wie Menschen dann Sinn finden. Der größte Sinn kommt von Arbeit. Wenn du plötzlich nicht gebraucht wirst, kannst du das Gefühl bekommen, nutzlos zu sein. Darüber werden wir uns Gedanken machen müssen."

Elon Musk auf dem "World Government Summit"

Richard David Precht

David Precht ist einer der bekanntesten Befürworter zur Einführung des BGE im deutschsprachigen Raum. Der Philosoph kritisiert die abwartende Haltung der Politik zu dem Thema scharf und warnt vor einem zu langen hinauszögern.

"Die Politik greift das Thema nicht auf, weil sie Angst hat, den Leuten Angst zu machen. In Wirklichkeit stehen wir vor dem Beginn einer großen Umwälzung. Das BGE ist unabdingbar."

Richard David Precht bei Markus Lanz im April 2018

Frank Thelen

Der Investor und Tech-Experte sieht die Zukunft im BGE:

"Wir wissen, dass die Arbeitsplätze wegfallen. Die Antwort darauf ist das bedingungslose Grundeinkommen. Alle müssen im Grund abgesichert sein."

Frank Thelen, Technologie-Experte und Investor

Mark Zuckerberg

Mark Zuckerberg, einer der großen Köpfe aus dem Silicon Valley weist auf die Dringlichkeit des BGE hin. Als jemand, der stark mit dem Thema der künstlichen Intelligenz vertraut ist, weiß er aus erster Hand, was für disruptive Technologien in den kommenden Jahre auf uns zukommen werden.

"Wir sollten Dingen wie dem bedingungslosen Grundeinkommen eine ernsthafte Chance geben."

Mark Zuckerberg in einer Rede in Harvard

Andrew Yung

Andrew Yung ist Kandidat für die Präsidentschaftswahl 2020 in Amerika. Das vorherrschende Thema seines Wahlkampfes ist das BGE, bzw. “Freedom Divident”, wie er das BGE manchmal nennt:

"$ 1.000,- für jeden US-Bürger ab 18 Jahren ab 2021. Die Digitalisierung schreitet schneller voran als wir denken."

Andrew Yung, Präsidentschaftskandiadat in den USA

Pro & Contra zum bedingslosen Grundeinkommen

Da das BGE noch nirgends auf der Welt aktiv ist, lassen sich über die tatsächlichen Vor- und Nachteile in der Realität nur spekulieren. Manche Punkte sind dabei gesicherter als andere.

Vorteile

  • Menschen, die ihren Job aufgrund der Automatisierung verlieren, werden mit dem BGE aufgefangen.
  • Das bedingungslose Grundeinkommen erhöht den Wohlstand, gleicht ungerechte Verteilungen etwas besser aus und sorgt für mehr Zufriedenheit.
  • Verbesserung der Gesundheit.
  • Menschen können sich selbst verwirklichen und neue Dinge weitestgehend risikofrei ausprobieren. Man erwarte  positive Effekte durch gesteigerte Innovation und Kreativität.
  • Abbau von Bürokratie durch Wegfall komplizierter Sozialleistungen.

Nachteile

  • Das BGE ist teuer in der Finanzierung.
  • Eventuelle negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind schwer abschätzbar. Aussagekräftige Untersuchungen sind jedoch kaum möglich, da es starke Auswirkungen hat, ob man jemanden sagt “Du bekommst ein BGE für 1 Jahr” oder “Du bekommst ein BGE dein ganzes Leben lang”.
  • Neue oder mehr Steuern.
  • Einmal eingeführt, ist es kaum wieder rückgängig zu machen.
  • Eventuell höhere Wirtschaftsmigration.
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Philipp ist durch seine berufliche Laufbahn, aber noch viel mehr durch seine Erfahrungen als Privatanleger Experte in Sachen Finanzen geworden und lebt nach einem Motto, welches perfekt zu unserer Firmenphilosophie passt: „In der Theorie gibt es in der Praxis keinen Unterschied. In der Praxis aber schon“.

Quellen

[0] Eigene Recherche
[1] https://oxfordre.com/politics/abstract/10.1093/acrefore/9780190228637.001.0001/acrefore-9780190228637-e-116
[2] http://lup.lub.lu.se/luur/download?func=downloadFile&recordOId=5467028&fileOId=5467037
[3] https://en.wikipedia.org/wiki/Basic_income
[4] https://www.bmi.gv.at/411/Volksbegehren_der_XX_Gesetzgebungsperiode/Bedingungsloses_Grundeinkommen/
[5] https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.479933.de/diw_roundup_33_de.pdf
[6] https://www.wiwo.de/erfolg/beruf/studie-digitalisierung-und-arbeitsplaetze-welche-jobs-betroffen-sind/12724850-2.html
[7] https://www.independent.co.uk/news/people/elon-musk-universal-income-robots-ai-tesla-spacex-a7402556.html
[8] https://www.trendingtopics.at/finnland-experiment-das-bedingungslose-grundeinkommen-macht-manche-gluecklich-aber/
[9] https://www.bbc.com/news/world-europe-47169549
[10] https://www.independent.co.uk/news/business/news/universal-basic-income-finland-ubi-test-scheme-experiment-a7211241.html
[11] https://www.welt.de/debatte/kommentare/article188481997/Bedingungsloses-Grundeinkommen-Traeumt-weiter-ihr-Sozialutopisten.html
[12] https://www.theguardian.com/world/2018/apr/23/finland-to-end-basic-income-trial-after-two-years
[13] https://news.stanford.edu/2018/08/08/stanford-scholar-explores-pros-cons-basic-income/

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Thomas

    Hallo,

    zur Finanzierung über die Finanztransaktionen fehlen mir noch die richtigen Argumente. Klingt erstmal gut, den Wirtschaftsbereich mit der wenigsten echten Wertschöpfung in den Realkreislauf einzubeziehen. Das ist aber auch das Problem. Die Rechnung von R.D. Precht knaps eine Billion von 240 Billionen (oder so) Transaktionsvolumen ab, aber diese Finanztransaktionen sind kein echtes Geld! Ein “Börsenwert” ist doch nur eine Wette auf virtuelle Anteile bei einem möglichen Verkauf. Ich befürchte sehr, dass die Finanzwirtschaft ganz schnell als “Geld- oder Wert-los” entlarvt wäre, würde man sie real in die Pflicht nehmen! Das BGE wäre extrem gefährdet! Wo gibt es konkretere Informationen über diese Art der Finanzierung? Vielen Dank

    1. FINANZSACHE

      Hallo Thomas,
      die Finanzierung des BGE ist tatsächlich noch ein sehr großer Punkt und wird Gegenstand vieler Diskussionen werden. Bei den Finanztransaktionen geht es um JEDE Transaktion, das bedeutet im Klartext:
      – Bargeld / Geld-Abhebungen am Geldautomat
      – Aktienkauf- oder Verkauf
      – Kreditaufnahme
      etc.
      Es wäre also nicht nur die Börsenwelt betroffen, sondern im Endeffekt jeder. Der Großteil davon wird allerdings von der Finanzwelt getragen werden, da dort die größten Finanztransaktionen stattfinden.
      Aber wo du natürlich recht hast: seriöse Berechnungen sind zu diesem Zeitpunkt noch sehr schwierig.
      Beste Grüße aus der Redaktion 🙂

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