Wie sichere ich mein Depot gegen einen Crash ab?


Martin

Zuletzt Aktualisiert: 7. September 2020

Das Aktiendepot sicherst du ab, kurz gesagt, in dem du nicht alle Eier (Kapital) in einen Korb (zum Beispiel Branche) legst. Fortgeschrittene Anleger können auch mit CFDs oder Zertifikaten arbeiten, um einem Verlust entgegenzuwirken. Sogut wie alle Arten der Depot-Absicherung gehen allerdings zu Lasten einer möglichen Rendite.

  • Limits sichern das Aktiendepot vor Verlusten ab.
  • Bei einem Crash dient die Diversifizierung der Risikostreuung im Depot.
  • Umschichtungen und Teilverkäufe ergeben Sinn, um das Depot an Konjunkturveränderungen anzupassen.
  • Gegengeschäfte eignen sich für die Risikominimierung.
  • Die spekulative Absicherung funktioniert mit Zertifikationen, Optionsscheinen oder CFDs.

Mit der Diversifizierung das Aktiendepot absichern

Ein guter Weg, das Aktiendepot gegen einen Totalverlust abzusichern, besteht im Diversifizieren des Portfolios. Bei dem Prozess geht es darum, das unsystematische Risiko zu verringern.

Anleger kaufen Wertpapiere unterschiedlicher Unternehmen oder Branchen. Auf diese Weise verhindern sie einen starken Kapitalverlust, wenn der Kurs einer Aktie fällt.

Aktionäre entscheiden, ob sie ihr Portfolio nach Branchen oder Ländern diversifizieren. Beide Strategien führen zu einer Risikostreuung. Im Normalfall zeigen sich die Korrelationswerte zwischen einzelnen Branchen stabiler als zwischen Staaten.

Im Vergleich zu den Unternehmensbranchen weisen einzelne Länder beim Aktienhandel ein höheres Risiko auf. Aufgrund der Globalisierung erweist sich die Länderdiversifikation nicht als vorteilhaft.

An der Börse befinden sich zahlreiche weltweit aktive Unternehmen. Deren Bedingungen im Heimatland wirken sich in geringem Maß auf die gesamte wirtschaftliche Lage aus.

Aus dem Grund ergibt es Sinn, der Branchendiversifikation bei der Risikostreuung ein höheres Gewicht beizumessen.

Das Aktiendepot absichern – gewichten Sie Ihr Portfolio

Neben der Diversifizierung spielt das individuelle Rendite-Risiko-Verhältnis beim Absichern des Aktiendepots eine Rolle. Damit bei einem Crash kein totaler Kapitalverlust folgt, empfiehlt sich die Aufnahme sicherer Anlagen ins Depot.

Um sich Veränderungen in der Konjunktur anzupassen, ergibt eine Umschichtung des Aktiendepots Sinn. Erwarten Sie einen Crash, investieren Sie beispielsweise in defensive Titel. Hierbei handelt es sich um Wertpapiere der:

  • Nahrungsmittelbranche,
  • Gesundheitsindustrie,
  • Pharmaindustrie oder
  • Telekommunikationsbranche.

Diese Papiere gelten als robust. Der Grund: Produkte wie Medikamente oder Hygieneartikel kaufen Menschen immer. Für eine Absicherung des Depots lohnen sich Aktien von Unternehmen, die mit stabilen Geschäftsmodellen aufwarten.

Gegengeschäfte und Limits sichern das Depot ab

Entstandene Kursgewinne sichern Anleger mit dem Ordertyp Stop-Loss ab. Die Order löst den Verkauf einer Aktie automatisch aus, sofern diese eine im Vorfeld festgelegte Kursmarke unterschreitet. Die Anleger geben das Wertpapier zum nächstmöglichen Kurs ab.

Klassisch sichern sie Aktiendepots mit Gegengeschäften ab. Nutzen Anleger Verkaufsoptionen auf Aktien, berechtigen sie diese zum Verkauf des Wertpapiers zu einem festgelegten Zeitpunkt. Der festgelegte Preis entspricht im Normalfall dem aktuellen Kurs.

Bei Privatanlegern kommen als Verkaufsoptionen Optionsscheine infrage. Mit den Puts gleichen sie den Verfall des Basiswerts aus. Bedenken Sie, dass die Optionsprämie bei starken Schwankungen des Markts mit hohen Kosten einhergeht.

Ein weiteres Termingeschäft stellen die Futures dar. Im Gegensatz zu Optionen erfordern sie die unbedingte Abwicklung des Geschäfts. Short-Positionen profitieren von fallenden Preisen der Wertpapiere. Mit einem geringen Einsatz bewegen Anleger viel Kapital. Der Grund besteht in dem niedrigen Betrag, den der Kauf eines Future-Kontrakts bedarf. Hierbei handelt es sich um die Sicherheitsmarge.

Wie wirkt sich die spekulative Absicherung auf das Aktiendepot aus?

Die spekulative Zertifikate-Branche bietet Privatanlegern eine Reihe an Absicherungsmöglichkeiten. Mit dem Produkteinsatz „puffern“ sie das gesamte Portfolio oder nur einen Teil ab. Zu dem Zweck eignen sich beispielsweise Bonus- oder Discount-Zertifikate.

Alternativ nutzen die Anleger Hebelprodukte. Mit den Maßnahmen sichern sie bei Bedarf Einzelaktien ab. Hierfür kommen Short-Zertifikate wie das Reserve-Bonus-Zertifikat infrage.

Der Einsatz von CFDs geht mit geringeren Kosten einher. Bei den Differenzkontrakten verringert sich im Vergleich zu den Zertifikaten die Auswahl.

Bei beiden Finanzprodukten rechnen die Nutzer mit einem Emittentenrisiko. Dieses entsteht, wenn das Finanzinstitut, das die Basiswerte ausgibt, in Konkurs geht.

Entscheiden sich Anleger für Hebelprodukte, empfiehlt sich ein solides Risikomanagement. Hebel funktionieren in beide Richtungen, sodass im Ernstfall ein hohes Verlustrisiko droht.

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Dieser Artikel wurde erstmals am 7. September 2020 veröffentlicht und am 7. September 2020 aktualisiert.
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