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Wie & wo du in Deutschland Aktien kaufen kannst

Zuletzt Aktualisiert: 20. Januar 2022

Risikohinweis Investieren und Geldanlage in Assets / Finanzprodukte
Hinweis: Bei den Informationen auf dieser Seite handelt es sich um keine Anlageberatung. Informiere dich immer auch selbstständig, bevor du am Finanzmarkt aktiv wirst und/oder nehme eine professionelle Beratung in Anspruch. Anlageentscheidungen werden auf eigene Gefahr und eigene Verantwortung getroffen. Dein Kapital ist auf Finanzmärkten immer einem Verlustrisiko ausgesetzt.

Erfahre, worauf es beim kauf von Aktien ankommt

Inklusive Depot-Übersicht für günstige Aktien oder ETF-Sparpläne

Lerne effektiive Anlagestrategien an der Börse kennen

Erfahre, wie du in Deutschland günstig Aktien kaufen kannst, was es mit Diversifikation und ETF-Sparplänen auf sich hat und wie der Cost-Average-Effekt und der Zinseszinseffekt das Investieren in börsengehandelte Wertpapier vereinfachen kann.

Aktien kaufen - Einzelaktien und Sparplan
Es ist nicht zwingend nötig, einzelne Aktien herauszusuchen und zu bewerten. Es ist auch möglich, Anteile von "Aktienkörben" (Fonds bzw. ETFs) zu kaufen.

Um physische Aktien (echte Aktien) zu kaufen, benötigst du ein Depot, in welchem die Wertpapiere aufbewahrt werden. Aktiendepots bieten sowohl Online Broker (Flatex, eToro, Trade Republic, Smartbroker, ...) als auch manche Banken (zum Beispiel Commerzbank, Consorsbank, Postbank, ...) an.

Doch wie genau funktioniert der Aktienkauf im Detail?

Du lernst nachfolgend über alle relevanten Themen zum Kauf von Aktien an der Börse. Dazu zählt:

  1. Aktien Aktien
  2. ETF ETFs
  3. Investmentfonds Investmentfonds
  4. Diversifikation Diversifikation
  5. Zinseszinseffekt Zinseszinseffekt
  6. Cost-Average-Effekt Cost-Average-Effekt
  7. Asset-Allokation Asset-Allokation
  8. Sparpläne Sparpläne
  9. Steuern Steuern
  10. Sparpläne Gebühren
  11. Steuern Orderzusätze

So funktioniert der Aktienkauf Schritt für Schritt

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Schritt 1: Aktiendepot bei einem Broker oder Bank eröffnen, um in Einzelaktien, Investmentfonds oder ETFs zu investieren

Aktien wurden früher über den Bankberater bei einer Filialbank gekauft. Das ist mittlerweile meistens nicht mehr zu empfehlen, denn die Gebühren übersteigen die eines Online Brokers oft vielfach. Ob eine Einzelaktie wie Tesla, Apple, Microsoft oder Netflix oder ein Aktienfonds bzw. ETF - all das gibt es bei Aktiendepots von Online Brokern zu einem Bruchteil der Kosten.

Hier findest du eine Auswahl an Depots, welche dir den Kauf und Verkauf von Aktien in Deutschland ermöglichen:

Provisionsfreie Aktien
eToro
eToro Online Broker
  1. Top-Broker
  • Kommissionsfreie Aktien (0%-Handel)
  • Kostenloses, risikofreies Demokonto
  • Vollständig reguliert
  • Aktien, Krypto, Rohstoffe, Forex, Indizes und Social Trading in einem Depot
Günstige ETF-Sparpläne
Flatex
Flatex Online Broker
  1. Top-Broker
  • Sparpläne auf ETFs & Fonds
  • Viele kostenlose ETFs
  • Vollständig reguliert
  • Viele weitere Finanzprodukte wie Aktien, Anleihen, Derivate und Devisen
Anlagetipp

Tipp: Weitere Depots findest du in unserem Aktiendepot-Vergleich.

Investieren für Anfänger

Bei manchen Depots kannst du kommissionsfreie (gebührenfreie) Aktien kaufen und verkaufen, dafür bieten andere Broker wiederum ETF-Sparpläne, um vom Durchschnittskosteneffekt und Zinseszinseffekt zu profitieren. Auch führen manche Aktiendepots die Abgeltungssteuer für dich ab oder bieten ein Musterdepot an, andere nicht.

Es ist übrigens völlig normal, bei mehreren Aktiendepots bzw. Online Brokern registriert zu sein. 

Wenn du dich für einen Anbieter entscheiden hast, stellst du mit der Registrierung den Depotantrag, legitimierst dich per Post- oder Videoident-Verfahren und wartest auf die Eröffnungsdaten, mit denen du dich einloggen kannst.

Jetzt kannst du dir bei deinem Online Broker Charts, Kennzahlen (zum Beispiel KGV, Gewinn, Verlust, ...) und sonstige Marktdaten ansehen. In deinem Depot siehst du auf einen Blick, welche Wertpapiere du gekauft und verkauft hast, deinen aktuellen Depotwert und andere Daten.

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Schritt 2: Einzelaktie, Aktienfonds oder Indexfonds (ETF) wählen

Börseneinsteiger denken beim Kauf von Aktien oft an Einzelaktien wie eine Apple (APPL), Tesla (TSLA), Amazon (AMZN), oder Meta (FB). Das ist zwar ein Weg, Aktionär zu werden und sein Depot mit Wertpapieren großer Unternehmen zu füllen, allerdings nicht der einzige.

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Beispiel-Übersicht bei einem Aktiendepot: Aktien, ETFs, Anleihen und Investmentfonds.

Du hast die Auswahl zwischen folgenden Arten von Aktieninvestments:

  1. Einzelaktie Einzelaktie
  2. ETF ETF
  3. Investmentfonds Investmentfonds

Einzelaktie: Das sind Aktien von einzelnen Unternehmen wie zum Beispiel Pfizer (PFE), Nike (NKE) oder Coca Cola (KO).

Investieren für Anfänger

Die meisten Aktien sind Stammaktien und Inhaberaktien. Diese Aktienarten bieten das Recht, an Hauptversammlungen teilzunehmen und Dividendenausschüttungen (Beteiligung am Gewinn) zu erhalten.

Vorteile

  • Beim Kauf einzelner Aktien ist in der Regel die höchste Rendite möglich.

Nachteile

  • Höheres Risiko und hoher Aufwand bei der Recherche und Beurteilung der Aktien.

ETF: Ein ETF (Exchange Traded Funds) ist ein passiv gemanagter, börsengehandelter Fonds, welcher einen Index abbildet. Ein Index repräsentiert entweder eine Branche wie Technologie oder Medizin oder auch Länder oder bestimmte Assetklassen - von Rohstoffen bis zu Kryptowährungen. Da kein direktes Investment in einen Index möglich ist, gibt es ETFs, welche ein Spiegelbild eines Indizes sind und ihn an der Börse handelbar machen. Ein Beispiel für wäre der MSCI World, welcher Aktien von Unternehmen aus der ganzen Welt enthält.

Vorteile

  • Diversifizierte (Risikostreuung) durch Kauf mehrerer Aktien auf einmal
  • Kostengünstig gegenüber aktiven Investmentfonds.
  • Einfachste Art, in Aktien zu investieren.

Nachteile

  • Kein "Schlagen des Marktes" (Überrendite) möglich.

Investmentfonds: Unter einem Investmentfonds versteht man einen Fonds, welcher aktiv von einem Fondsmanager für seine Anleger betreut wird. Der Fondsmanager kümmert sich um die Auswahl der Aktien.

Vorteile

  • Große Auswahl an Anlagestrategien.

Nachteile

  • Aktive Fonds performen meistens schlechter als passive Fonds (ETFs).
  • Höhere Gebühren.
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3. Schritt: Börsenplatz (Xetra, Börse Stuttgart, NYSE, ...) und Orderzusatz (Limit Order, Market Order, ...) wählen & Aktien kaufen

Du hast ein Aktiendepot eröffnet, eine Aktie oder einen Fonds (ETF oder INvestmentfonds) gewählt. jetzt geht es an den Kauf der Wertpapiere!

Gib' bei deinem Broker den Namen oder den Ticker des Wertrapiers ein, in welches du investieren möchtest und wähle den Handelsplatz bzw. die Börse.

Investieren für Anfänger

Ein Ticker ist die eindeutige Abkürzung für ein börsengehandeltes Wertpapier oder Asset. Beispiel: Beispiel: Nvidia hat den Ticket "NVDA".

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In diesem Beispiel ist die Aktie bei der NYSE (New York Stock Exchange), TDG (Tradegate) und Xetra (XET) gelistet.
Investieren für Anfänger

Ein Ticker ist die eindeutige Abkürzung für ein börsengehandeltes Wertpapier oder Asset. Beispiel: Beispiel: Nvidia hat den Ticket "NVDA". Aktien und Fonds besitzen auch eine Wertpapierkennnummer (WKN bzw. ISIN).

In der Regel ist der Preis einer Aktie ist bei jeder Börse gleich. Preisunterschiede werden durch Arbitrage (Kauf an einer Börse und Verkauf an einer anderen Börse) schnell ausgeglichen.

Welche Börsen zur Auswahl stehen, ist von Broker zu Broker bzw. Depot zu Depot unterschiedlich. Der Aktienhandel über Xetra (elektronischer Handelsplatz der Deutsche Börse AG) ist bei vielen Aktionären beliebt, weil hier hohe Liquidität und schnelle Orderausführung geboten wird.

Investieren für Anfänger

Vergewissere dich vor dem Aktienkauf, dass genügend Geld auf dem Verrechnungskonto bei deinem Broker liegt.

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Finale EInstellungen beim Aktienkauf: Gültigkeit der Order, Orderzusatz & Stückanzahl

Ist der Handelsplatz bzw. die Börse ausgewählt, geht es an die finalen Einstellungen vor dem Kauf der Aktie.

  • Gültigkeit: In der Regel kann man als Anleger bei seinem Broker zwischen "Tagesgültig" und "Unbefristet" wählen. "Tagesgültig" bedeutet, dass, wenn die Aktienorder zum gewünschten Preis nicht ausgeführt wird, die Order gelöscht wird. "Unbefristet" bedeutet, dass die Order so lange offen bleibt, bis ein Verkäufer für den eingestellten Preis gefunden wird.
  • Orderzusatz: Wir haben uns für eine "Limit-Order" entscheiden, da wir in diesem Fall keinesfalls mehr als 125 Euro für 1 Stück der Aktie zahlen wollen. Eine beliebte Alternative wäre die "Market-Order", bei der zum nächstbesten Preis gekauft wird. Das ist bei liquiden Aktien oft auch ein guter Weg.
  • Stückzahl: Wir entscheiden uns für 10 Stück der Aktien für insgesamt 1250 Euro (10x 125 Euro).

Mit einem Klick auf "Order platzieren" ist der Kauf der Aktien bzw. ETFs oder Investmentfonds abgeschlossen. Sobald der Kauf ausgeführt wurde, liegen die Aktien in deinem Depot bereit und können jederzeit wieder verkauft werden.

Anlagetipp

Tipp: Find ein passendes Depot in unserem Vergleich.

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Wie kann der Cost-Average-Effekt und der Zinseszinseffekt beim Aktienkauf helfen?

Der Cost-Average-Effekt, auch Durchschnittskosteneffekt bezeichnet, ist eine beliebte Strategie, welche an der Börse mit diversen Wertpapieren (nicht nur Aktien, sondern auch ETFs, Fonds, Rohstoffen, Kryptowährungen und weiteren Assetklassen) angewendet wird.

Die Idee dabei: Da Market-Timing nicht einfach ist, ist es besser, zu regelmäßigen Zeitpunkten das jeweilige Wertpapier zu kaufen. Über eine lange Zeit hinweg entsteht so ein Durchschnittskosteneffekt, da die Aktie, der ETF oder der Investmentfonds zu einem durchschnittlichen Preis eingekauft wurde.

Investieren für Anfänger

Der Cost-Average-Effekt lässt sich am einfachsten mit einem Sparplan umsetzen. Diese gibt es bei Brokern wie zum Beispiel Flatex.

Cost-Average-Effekt-Durchschnittskosteneffekt-Infografik
Der Durchschnittskosteneffekt beim Aktienkauf veranschaulicht

Der Zinseszinseffekt dagegen belohnt lange Zeiträume durch Stapelung der Renditen. Investierst du € 1000 in eine Aktie und der Preis steigt um 5%, liegt der Gewinn bei € 50 und das Depot auf € 1050. Durch Reinvestieren der Gewinne (bzw. schlicht keinem Verkauf des Wertpapiers) gibt es die nächsten 5% nicht mehr auf € 1000, sondern auf € 1050.

Zinseszinseffekt-Infografik
Der Zinseszinseffekt an der Börse (auf die meisten Finanzprodukte anwendbar)
Investieren für Anfänger

Der Zinseszinseffekt macht sich vor allem in späteren Jahren bemerkbar.

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Anlagestrategien: Kurzfristiger Handel von Aktien oder langfristig ausgelegter Kauf

Wenn du Aktien kurzfristig kaufst und verkaufst, wird das als "Handeln" oder "Traden" bezeichnet. Bei langfristigem Investment in Wertpapiere spricht man eher von "Investieren".

Es gibt eine verbreitete Börsenregel, welche lautet: „Hin und her macht Taschen leer“. Das ständige Kaufen und Verkaufen von Aktien ohne Strategie ist oft einer der größten Fehler unerfahrener Aktionäre. Das liegt daran, dass kurzfristige Preisänderungen eines Kurses oft schwerer vorherzusehen sind als langfristige. Das gilt sowohl für Einzelaktien als auch Aktienfonds (zum Beispiel ETFs).

Bedeutet es, dass Daytrading von Aktien mithilfe von Charttechnik bzw. technischer Analyse gar nicht funktioniert? Nein. Daytrading funktioniert, ist aber mehr etwas für erfahrene Börsianer bzw. Trader. Auch kann der ständige Kauf und Verkauf von Wertpapieren hohe Gebühren im Aktiendepot verursachen (wenn es sich nicht um kommissionsfreie Aktien handelt) und es fallen bei Gewinn für jeden Verkauf auch Steuern für das Finanzamt an.

Was ist also die Alternative zum Trading von Aktien?

Wichtige Faktoren sind der Anlagehorizont und das zur Verfügung stehende Kapital. Versuche nicht zwingend, die Anlagestrategie eines Warren Buffett kopieren. Diese Investoren haben andere Voraussetzungen und können aus ihren langjährigen Erfahrungen schöpfen.

Für Kleinanleger können sich dagegen beim Handel mit Wertpapieren simple, passive "Buy & Hold"-Strategien eignen.

Investieren für Anfänger

Lerne weitere Anlagestrategien kennen. Von Buy & Hold, quantitativ, Robo-Advisorn bis Value Investing.

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Risiko beim Aktienkauf durch Portfolio-Diversifizierung mindern

Du kannst dein gesamtes Kapital in eine einzige Aktie investieren. Mit ein wenig Glück geht der Plan auf und das Investment vervielfacht sich. Eine rationale Anlagestrategie ist das allerdings nicht, denn es können unvorhergesehene Ereignisse in der Wirtschaft und an der Börse eintreten.

Um das Risiko zu minimieren, diversifiziert man sein Portfolio. Umgangssprachlich bezeichnet man dies auch als "nicht alle Eier in einen Korb legen". Man vermindert damit sein Verlustrisiko im Depot oder erhöht seine Gewinnchancen.

Gut eignen sich dafür Werte, welche sich gegensätzlich bewegen. Korrelieren zwei Aktien zu 100% (Korrelationskoeffizient von 1) und die Kurse bewegen sich somit immer zum selben Zeitpunkt rauf und runter, setzt man sich dem doppelten Risiko im Portfolio aus. In Bezug auf die Risikostreuung ist davon abzuraten.

Einzelne Aktien würde man nach diversen Branchen und Ländern diversifizieren. Alternativ kann man auf einen ETF zurückgreifen, welcher aufgrund der Menge der Aktien bereits diversifiziert ist. Ein Beispiel dafür ist der MSCI World.

Andere ETFs oder Investmentfonds können dagegen können wiederum eine zu einseitige Gewichtung auf zum Beispiel nur Deutschland oder nur Emerging Markets aufweisen.

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Dividenden: Börsen-Cashflow ohne Verkauf der Aktien

Dividenden sind Beteiligungen der Aktionäre am Gewinn eines Unternehmens. Käufer einer bestimmten Aktie erhalten, meist einmal jährlich, einen gewissen Betrag vom Gewinn pro Aktie, die sich im eigenen Depot befindet. Ein Verkauf der Wertpapiere ist dafür nicht nötig.

Manche Investoren verfolgen damit gar eine sogenannte "Dividendenstrategie". Dabei werden dividendenstarke Titel gekauft, welche den Zweck haben, einen möglichst großen, passiven Cashflow (Einnahmen) zu generieren.

Solche Dividendenstrategien sind allerdings recht kapitalintensiv und daher nicht zwingend für jeden Privatanleger bzw. Kleinanleger geeignet.

Was muss ich beim Aktienkauf beachten?

Plane Deine Investments weit voraus in die Zukunft. Der Aktienhandel unterliegt Schwankungen, die Einsteiger reichlich Nerven kosten können. Es sollte daher jedem Anleger bewusst sein, dass die Märkte volatil sein können und der Wertpapierhandel risikobehaftet ist. Das Auf und Ab der Kurse kann durch vielerlei Impulse ausgelöst werden.

Zudem solltest Du auf Deine Investition für mehrere Jahre verzichten können. Kurzfristige finanzielle Engpässe führen dazu, dass Du Aktien womöglich zu einem ungünstigen Kurs verkaufen musst. Wer als Aktionär sein Vermögen mehren will, muss daher Geduld haben und dem Drang widerstehen, ständig die Börsennachrichten zu verfolgen.

Dass es sich lohnen kann, zeigt die Entwicklung des DAX, der seinen Anlegern zwischen 1989 und 2018 gute Renditen brachten. Kurzfristige Kursrücksetzer brachten die DAX-Investoren auch hier immer wieder ins Schwitzen.

Ist der Kauf von Aktien an der Börse nur Spekulation?

Börsenhandel von Wertpapieren wie Aktien oder anderen Assetklassen wird oft mit "Spekulation" oder "Glücksspiel" gleichgesetzt. Das KANN bei manchen Investoren der Fall sein, ist es mit der richtigen Handelsstrategie nicht zwingend.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass ein Investment zu einem gewissen Teil immer auch Spekulation ist, da die Zukunft oft schwer vorhersehbar ist. Das ist bei manchen Assetklassen stärker der Fall als bei anderen. Bestimmte Handelsstrategien auch zeigen jedoch auch über lange Zeiträume stetiges Wachstum des Depots. Hier von "Casino" oder "reine Spekulation" zu sprechen, wäre nicht richtig.

Gut zu wissen
Je höher die Ertragschance eines Wertpapiers, desto höher ist in der Regel auch das Risiko.

Berücksichtigen solltest Du stets, dass Gewinne zu versteuern sind. In Deutschland werden 25 % Abgeltungssteuer zuzüglich dem Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer fällig. Du kannst die Steuerabzüge mithilfe eines Freistellungsauftrages oder einer Nichtveranlagungsbescheinigung an die Depotbank vermeiden. Ist Dein Sparerpauschbetrag von 801 EUR (Ledige) bzw. 1602 EUR (Verheiratete) bereits ausgeschöpft, verringern die Steuerabgaben Deinen Gewinn.

Tipp: Lerne mit einem Musterdepot

Wenn Du Aktionär werden möchtest, Dich aber Fachbegriffe, Risiken und Voraussetzungen bisher abgeschreckt haben, solltest Du es langsam angehen: Die meisten Depotbanken und Broker bieten ein Musterdepot an. Das verschafft Dir Zugang zur Welt des Aktienhandels mit Börsen, Kursen, Volatilität, Gebühren und Provisionen etc., ohne Dein Geld einsetzen zu müssen.

Tipp: 2 in 1-Depots
Mit dem oben genannten Depot von eToro hast du bereits ein Musterdepot (Demokonto) integriert und brauchst dieses nicht separat zu eröffnen!

Mit einem Musterdepot, das in der Regel kostenfrei ist, kannst Du neue Strategien ausprobieren. Du kannst mit unterschiedlichen Anlageklassen arbeiten und testen, wie sich kurz- und langfristige Investitionen auswirken. Lernvideos liefern zudem Antworten auf viele Fragen rund um das Börsengeschehen.

Bei welcher Börse sollte man Aktien kaufen?

Xetra als Börsenliebling
Xetra ist oft eine gute Wahl für den Aktienkauf. Aber nicht jede Aktie ist auch an jeder Börse gelistet.
Preisunterschiede gibt es aufgrund von Arbitrage meist keine oder nur sehr minimale, welche nicht ins Gewicht fallen.

Wenn Du komfortabel Aktien ordern und verkaufen willst, kommt es auf Kosten, Aktualität und Handelszeiten an. Dabei hast Du die Wahl: In Deutschland gibt es noch 5 sogenannte Parkett- oder Präsenzbörsen, nämlich Frankfurt, Stuttgart, München, Berlin sowie die BÖAG Börsen Aktiengesellschaft. Diese arbeiten noch mit Aktienhändlern, die auf dem Börsenparkett präsent sind, daher die Bezeichnungen Parkettbörse oder Präsenzbörse.

Dem gegenüber stehen die in den vergangenen zwei Jahrzehnten entstandenen elektronischen Handelssysteme. Allen voran das System Xetra, Exchange Electronic Trading, das inzwischen 95 % der Handelsaktivitäten übernommen hat. Aber auch das elektronische, oderbuchbasierte Handelssystem Tradegate Exchange bietet unkomplizierte und kostenfreie Ordermöglichkeiten an.

Um zu entscheiden, welcher Handelsplatz für Dich optimal ist, konzentriere Dich auf den Spread, die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs, die möglichst klein sein sollte. Für regionale Aktien wie die einer fränkischen Bierbrauerei oder einer Hamburger Schifffahrtslinie kannst Du in der jeweiligen Börse der Region fündig werden. Nebenwerte finden sich generell eher in den Parkettbörsen.

Empfehlenswert ist in jedem Fall die elektronische Börse Xetra. Sie bietet lange Handelszeiten und hohe Liquidität.

Neben dem börslichen Handel kannst Du übrigens auch zum außerbörslichen Handel greifen. Dabei werden die Transaktionen nicht über Handelsplätze, sondern direkt zwischen den Marktteilnehmern, beispielsweise zwischen Kreditinstituten gehandelt. 

Wie viel kostet eine Aktie?

Aktien ohne Gebühen kaufen?
Aktien sind mittlerweile bei vielen Brokern auch kostenlos zu haben. Der Trend kommt aus den USA und ist mittlerweile auch in Deutschland angekommen. Aktien können so kostenlos gekauft und verkauft werden. An Kosten fällt nur der Preis der Aktie selbst an.

Wie viel Du für eine Aktie aufwenden musst, ist ganz unterschiedlich. Der finanzielle Aufwand hängt in erster Linie von der Nachfrage ab und wird bei Neuemissionen vom Einstiegskurs bestimmt. Ist ein Unternehmen begehrt, kann sich sein Wert in schwindelerregende Höhen bewegen.

Die Welt des Aktienhandels spielt sich also auf einer großen Bandbreite ab. Dabei können vermeintlich günstige Aktien für 4 EUR teuer sein im Verhältnis zum Erfolg des Unternehmens, an dem Du Anteilseigner wirst. Kostenintensive Wertpapiere erfolgreicher Unternehmen mit weiterem Gewinnpotenzial können sich dagegen trotz eines hohen Einstiegspreises wesentlich mehr lohnen.

Als Einsteiger fällt es schwer, zu ermessen, welche Aktie ins Depot soll und zu Deiner Strategie passt. Lass Dich daher gut beraten.

Welchen Orderzusatz sollte ich nehmen?

Erst mit dem richtigen Orderzusatz wird Dein Kaufauftrag für Wertpapiere perfekt. Denn in einem volatilen Markt kann ein fehlender Orderzusatz zu verfrühten oder verspäteten Käufen und Verkäufen führen. Das kann Dich viel Geld kosten. Besser ist es, Deine Order mit einem passenden Orderzusatz abzusichern. Du hast u. a. die Wahl zwischen:

Orderzusatz Beschreibung
Stop-Buy-Order
oder Stop-Loss Order
Mit dieser Order gibst Du ein Kursniveau vor, ab dem die Aktie gekauft werden soll. Sobald das vorgegebene Kursniveau erreicht wird, wird die Stop-Buy-Order zur unlimitierten Marketorder.
Mit einer Stop-Loss Order dagegen wird ein Kurs vorgegeben, unter dem die Aktie nicht verkauft werden darf. Erst wenn das Kursniveau erreicht ist, darf das Handelssystem den Verkauf freigeben.
Market-Order Hier kannst Du im Worst Case Geld verlieren. Denn die Market-Order bedeutet nichts anderes, als dass der Kaufauftrag zum nächstmöglichen Kurs ausgeführt werden soll. Das kann jedoch in einem volatilen Markt ein Kaufkurs sein, der wesentlich höher liegt als bei Deiner Kaufentscheidung. Die Market-Order kann zeitlich begrenzt ausgesprochen werden.
Limit-Order Sicherer liegst Du bei der Limit-Order. Dieser Orderzusatz gibt den Kurs vor, zu dem höchstens gekauft werden darf. Bei Verkäufen markiert er den Kurs, zu dem mindestens verkauft werden soll. Die Limit-Order kann ebenfalls zeitlich begrenzt werden.
Limit Order als Favorit
In der Regel nehmen Anleger die "Limit Order" und legen so einen maximalen Kauf- oder Verkaufspreis fest.

Was kostet ein Depot?

Ein Depot für Deine Wertpapiergeschäfte zu eröffnen, ist unkompliziert online zu erledigen. Vorher solltest Du jedoch die Kostenseite prüfen, denn von kostenlos bis 50 EUR pro Depot und Transaktion zuzüglich Provision und mehr gibt es viel Spielraum.

Filialbanken sind in der Regel teurer als Broker, da sie eine monatliche Gebühr für das Depot verlangen. Die Kosten entstehen auch, wenn das Depot keine Aktien enthält und Du keine Transaktionen getätigt hast.

Bei einigen Anbietern sind Depots dagegen kostenfrei.

Der Broker muss die Kosten detailliert im Leistungsverzeichnis nennen. Auch monatliche Pauschalen und Flatrates für Kauf, Verkauf, Orderzusätzen oder Löschung einer Wertpapierorder können attraktiv sein. Sie lohnen sich jedoch nur, wenn Du ständig Aktienhandel betreiben willst. Gelegenheitsaktionäre fahren mit der individuellen Bepreisung ihrer Order günstiger.

Wie viele Aktien soll ich kaufen?

Wenn Du Dich für eine Anlagestrategie und eine bestimmte Aktie entschieden hast, bekommst Du Lust auf mehr. Setze Deine Ziele jedoch nicht zu hoch. Fang eher mit wenigen Aktien in verschiedenen Bereichen an. So bekommst Du ein Gefühl für den Wertpapierhandel und lernst, mit Kursschwankungen umzugehen.

Je nach Kurswert können bereits wenige Aktien Dein Budget erschöpfen. Möchtest Du jedoch auch in andere Anlageklassen investieren, solltest Du frühzeitig einen Investitionsplan erstellen. Alternative Anlageklassen sind beispielsweise Gold, Silber, Platin, Immobilien, Öl, Gas oder erneuerbare Energien.

Achte darauf, dass Du nur Mittel investierst, die Du mittelfristig entbehren kannst. Wenn Du das Geld in den nächsten 10-20 Jahren für eine anderweitige Investition oder die Schuldentilgung brauchst, sind Aktien nicht die richtige Anlageklasse. Gerade wenn Du das Geld benötigst, könnten Deine Wertpapierkurse gerade schwächeln. Du müsstest dann womöglich mit Verlust verkaufen.

Welche Aktien sollte man kaufen?

Als Aktionär besitzt Du Anteile am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft und wirst so Miteigentümer des Unternehmens. Ein Weg sind Einzelaktien, ein anderer ETFs oder Investmentfonds

Beispiele dafür sind:

  • Im DAX, dem Deutschen Aktienindex, finden sich 30 Unternehmen u. a. der Banken-, Versicherungs-, Auto- oder Medizinbranche.
  • Ebenso beliebt sind die Werte des TecDAX, Deutschlands Technologieindex. Hier findest Du Technologieunternehmen wie Telekommunikations- oder Softwareunternehmen, Anbieter für erneuerbare Energien ebenso wie Firmen aus dem Bereich der Optik.
  • Wenn Du internationaler investieren möchtest, bietet Dir der Dow Jones, genauer gesagt der Dow Jones Industrial Average, eine breite Vielfalt. Hier findest du Namen wie IBM, Boeing, Apple, Coca-Cola, Nike u. a.

Kaufst Du schwerpunktmäßig nur aus einem Bereich, kann das dein Depot ins Trudeln bringen. Diversifizierung ist daher oberstes Gebot.

 

Pennystocks: Günstige Aktien als Falle
Vorsicht bei Pennystocks, also Werten, die unter 1 EUR bzw. 5 USD gehandelt werden. Der Plan, für kleines Geld eine große Anzahl Aktien zu kaufen, die bereits bei einer Wertsteigerung auf beispielsweise 10 EUR ein Vermögen einbringen könnten, geht meist nicht auf. Oft stehen Pennystock-Unternehmen kurz vor der Insolvenz.

Wenn Du Dir die Mühe sparen willst, Einzelwerte zu analysieren, kannst Du eine komfortable Alternative nutzen: ETFs. Diese Indexfonds bilden einen Index wie den DAX oder den MSCI World ab. Du investierst auf diese Weise bequem und sicher in eine Vielzahl an Einzelwerten renommierter Unternehmen.

  • Bevor du Aktien kaufst, eröffne ein kostengünstiges Aktiendepot. Die Ordergebühren sollten dabei möglichst wenig der Rendite schmälern. Mittlerweile gibt es bereits die Möglichkeit, Aktien ohne Kommission zu kaufen.
  • Investiere nur Geld, auf welches du in den kommenden Jahren nicht angewiesen bist.
  • Entscheide dich für einen Orderzusatz (beliebt ist die Limit-Order) und einen günstigen Handelsplatz wie zum Beispiel Xetra. Xetra als elektronische Börse in Deutschland gilt als besonders liquide und schnell.
  • Teste in einem Musterdepot deine Anlagestrategie und neue Wertpapiere aus.
  • Achte auf Streuung der Aktien auf unterschiedliche Branchen und Länder. Durch die sogenannte Diversifikation streust du das Risiko, indem du beispielsweise in risikoreiche Pharma- und Biotechaktien sowie traditionelle Unternehmen der Ernährungsindustrie oder gänzliche andere Assetklassen investierst.
  • Auf Aktien fallen in Deutschland 25 % an Gewinnsteuer an. Dies lässt sich nicht umgehen. Wenn du also Aktien für € 100,- kaufst, der Wert auf € 120,- steigt und du den Gewinn mitnimmst (die Aktien also verkaufst), zahlst du € 5,- (25% von € 20,-) an Steuern dafür.
  • Studiere die Depots erfolgreicher Investoren, um dir Wissen anzueignen. Eine Alternative zu Einzelaktien sind Investitionen in zum Beispiel ETFs oder Wikifolios.

Erklärung für das * Sternchen: Unter bestimmten Voraussetzungen kann bei erfolgreicher Vermittlung eine Vermittlungsprovision vom jeweiligen Anbieter ausgezahlt werden. So kannst du uns ohne Nachteile für dich unterstützen und wir können im Gegenzug kostenlose Inhalte für dich produzieren.

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Dieser Artikel wurde erstmals am 17. Dezember 2020 veröffentlicht und am 20. Januar 2022 aktualisiert.