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5 praktische Tipps, um die eigenen Fixkosten zu senken


Martin Fiedler

Zuletzt Aktualisiert: 25. November 2021

Wenn am Ende des Geldes noch soviel Monat übrig ist, muss sich etwas ändern. Doch woher soll das zusätzliche Geld kommen? Neben den großen Hebeln gibt es jedoch noch eine Reihe kleiner Dinge, die kaum Aufwand kosten jedoch zusammen genommen einiges bewirken können. Ich habe fünf Dinge herausgesucht, die ich selbst erst letztes Jahr bei mir optimiert und somit jährlich 1.200 Euro (100 Euro/Monat) eingespart habe.


Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie viel Geld viele Menschen auf der Straße liegen lassen. Noch dazu bedeutet es in den meisten Fällen gerade mal einen einmaligen Aufwand von fünf Stunden, hier etwas zu tun. Bei mir zumindest war das so. Denn wenn ich eine Sache nicht mag, dann sind das hohe Fixkosten, völlig egal in welchem Bereich. Wieso sollte ich auch für etwas zahlen, das ich woanders auch kostenlos bekomme?

Da verwundert es mich immer aufs Neue, wenn mir Leute erzählen, wie wenig Geld Ihnen im Monat bleibt und sie sich gerne mehr leisten möchten, jedoch noch nicht daran gedacht haben, bei den offensichtlichsten und alltäglichsten Dingen anzusetzen.
Die nachfolgende Liste ist mehr als Inspiration zu sehen. Es gibt darüber hinaus natürlich noch eine Reihe anderer Dinge, die man angehen kann.

Je nachdem, wie regelmäßig man den Check der Fixkosten macht, wird die Ersparnis natürlich größer oder kleiner ausfallen. Doch egal wie groß die Ersparnis ist, lohnen tut es sich in den allermeisten Fällen, denn es wird sich nicht nur einmalig, sondern Monat für Monat bemerkbar machen.

Strom

Strom ist eine der effektivsten Möglichkeiten, Geld zu sparen – Und zwar in zweierlei Hinsicht:

Stromanbieter

Auf der einen Seite gibt es den Stromanbieter, welcher einen gewissen Tarif verrechnet und jederzeit gewechselt werden kann. Hier macht es Sinn, sich anhand der letzten Jahresabrechnung den persönlichen Jahresstromverbrauch anzusehen, um sich danach einen günstigeren Anbieter herauszusuchen. Ebenso gibt es bei einem Wechsel zu einem neuen Anbieter oft bestimmte Boni, die in Anspruch genommen werden können.

Und bitte keine Sorge, dass man beim Wechsel ein paar Tage ohne Strom dastehen muss: Man wird vom Wechsel absolut nichts merken und alles funktioniert völlig nahtlos.

Stromverbrauch

Die andere Seite betrifft den Strom-Konsum selbst. Neben den offensichtlichen Stromfressern wie Klimaanlagen und alten Kühlschränken, gibt es noch etwas, wo das Ganze weniger auffällig ist: Ich spreche hier vom Stand-By. Das trifft meistens auf Fernseher, Stereoanlagen und Receiver zu. Diese Geräte verbrauchen durchgehend Strom, den man an dieser Stelle gut einsparen kann.

Pro Gerät im Stand-By beträgt der Verbrauch meistens nur 1-4 Watt. Das klingt zunächst wenig, jedoch muss man bedenken, dass das ganze 365 Tage im Jahr durchgehend verbraucht wird und sich diese Summe mit der Anzahl der Geräte noch aufaddiert. Etwa 5-8 Euro pro Monat schmeißt man somit aus dem Fenster.

Andere Dinge wie das Internet-Modem beispielsweise laufen durchgehen, obwohl es in den meisten Fällen nur einen Bruchteil des Tages genutzt wird. Geräte wie dieses können über die Nacht somit durchaus ausgeschalten werden, ohne dass es jemandem abgehen wird.

Ich persönlich nutze zur komfortablen Lösung dieses Problems Verteilerleisten mit Ein-/Ausschaltknopf. Sobald ich aus dem Haus oder Schlafen gehe, wird alles abgeschaltet. Der Aufwand hält sich hier wirklich in Grenzen, versprochen!

Girokonto

An die Kosten & Gebühren eines Girokontos denken die meisten interessanterweise als Letztes. Aber gerade hier ist eine Ersparnis besonders leicht herauszuholen.

Üblicherweise zahlt man für sein Girokonto sogenannte Kontoführungsgebühren, welche meist Quartalsweise abgerechnet werden und in der Regel zwischen 15-25 Euro betragen. Selbst im günstigsten Fall macht dies eine Ersparnis von 60 Euro jährlich aus. In vielen Fällen noch weit darüber hinaus.

Ich persönlich hatte etwas Bedenken bezüglich des Aufwands, der im Zuge der Umstellung auf mich zukommt. An der Stelle kann ich aber beruhigen: Der einzige Aufwand, der entsteht, ist das Hinterlegen der neuen Kontoverbindung bei Online Shops und natürlich bei anderen Stellen wie dem Vermieter, Strom- und Gasanbieter und dem Arbeitgeber.

Die Eröffnung des neuen Girokontos selbst ist in vielen Fällen in weniger als 30 Minuten vollständig erledigt – Dies ist aber natürlich auch von der jeweiligen Bank abhängig!

Einiges an Arbeit erspart man sich mit einem Girokonto Vergleich, bei dem man alle Daten gleich auf einen Blick hat.

Lebensmittel

Hast du dir schon mal angesehen, wie viel du monatlich für Lebensmittel ausgibst? Falls nicht, empfehle ich dies dringend.
Ich habe es so gemacht: Ich habe mir für drei Monate JEDE Rechnung aus dem Supermarkt aufgehoben. Jeweils am Monatsletzten habe ich mir dann in einer Excel-Liste die jeweiligen Beträge aufgeschrieben und zusammengerechnet. Natürlich kann man dafür auch eine App nutzen. Auch gibt es Apps, mit denen du nur die Rechnung zu scannen braucht und es wird automatisch der Name des Geschäfts sowie die Endsumme erkannt. Die einzige App, die bei mir zuverlässig funktioniert hat, war "Smart Receipts". Leider wird diese jedoch nur kostenpflichtig angeboten, was das Ganze wiederum ad absurdum führt, wenn wir eigentlich Kosten einsparen möchten.

Am Monatsende wird wahrscheinlich eine Summe herauskommen, welche dich überraschen wird. In meinem Fall waren es durchschnittlich 320 Euro, die ich monatlich für Lebensmittel ausgebe. Mittlerweile habe ich meine Ausgaben in dem Bereich auf 250 Euro gesenkt und nebenbei die ungesunden Dinge gestrichen. Kosten gespart & gesündere Lebensweise auf einen Schlag sozusagen!

Internet

Beim Thema Internet sollte man sich überlegen, was man denn überhaupt benötigt. Bei mir war es bisher so, dass ich ein Komplett-Paket bestehend aus Internet, TV und Festnetztelefon hatte. Das Festnetztelefon wurde natürlich niemals aktiviert, jedoch waren die übrigen zwei Dinge immer noch günstiger als diese einzeln zu beziehen.

Irgendwann ist mir aufgefallen, dass ich meinen Fernseher schon seit einer halben Ewigkeit nicht mehr eingeschalten habe. Somit wurde das einst günstige Paket zu einem teuren!

Wenn es um reines Internet geht, sollte man sich ebenso überlegen, welche Geschwindigkeit Sinn macht. Ich behaupte, dass den Meisten eine Geschwindigkeit von 25 Mbit/s völlig ausreichen würde. Damit lassen sich sowohl HD-Filme streamen als auch alles andere problemlos nutzen.

Wer den Haushalt mit anderen Personen teilt oder viel herunterlädt, muss natürlich dementsprechend aufstocken. Auch hier macht ein Vergleich der verschiedenen Internetanbieter Sinn.

Handy

Der letzte einfache und gut steuerbare Punkt ist das Handy. Auf der einen Seite das Gerät selbst, auf der anderen Seite der Tarif.
Das wichtigste zuerst: Es ist in den allermeisten Fällen sehr viel teurer einen Tarif inklusive Handy zu nehmen. Die kleinen monatlichen Beträge lassen es so wenig erscheinen, allerdings summiert es sich schnell auf. Ebenso ist man für eine gewisse Zeit vertraglich daran gebunden, sodass ein vorzeitiger Ausstieg nicht möglich ist. Smartphone und Tarif daher am besten immer separat kaufen!

Beim Tarif selbst heißt es nochmals: Vergleichen! Sieh dir am besten zuerst an, wie viele Minuten und welche Datenmenge du im Monat etwa verbrauchst und mach dich dann auf die Suche nach einem passenden Tarif dazu.
Ich hoffe, dass ich dir mit diesen Tipps etwas helfen konnte und du einige davon umsetzen wirst oder dies vielleicht schon getan hast. Ich habe mir allein durch diese fünf Dinge einiges an Geld erspart, welches ich nun für andere Dinge verwenden kann.

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Dieser Artikel wurde erstmals am 25. November 2021 veröffentlicht und am 25. November 2021 aktualisiert.