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Beliebte Geschäftskonten mit Top-Konditionen

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Geschäftskonto
Kostenlos
Inkl. Visa/Mastercard
Ohne Gewerbe/In Gründung [?] Geschäftskonte kann ohne Nachweis eines Gewerbes eröffnet werden.
Ist bei einem Firmenkonto eine deutsche IBAN wichtig? Unserer Erfahrung nach spielt es im Geschäftsleben (B2B) innerhalb der EU mittlerweile keine Rolle mehr, ob es sich um eine DE-IBAN oder ein anderes Land handelt. Für Geschäftsüpartner außerhalb der EU schon gar nicht.
Empfehlung

  1. Einzelunternehmen
  2. Freiberufler
  3. GmbH (auch in Gründung)
  4. UG (auch in Gründung)
  1. "Starter"
  2. Ab € 0,00
  3. Inkl. Mastercard
  4. Browser, App
  5. Beliebt
  6. Online-Konto

Broker-Empfehlung "Holvi konzentriert sich, im Gegensatz zu den meisten anderen Unternehmenskonten ausschließlich auf Unternehmer. Und das merkt man. Da ich selbst jahrelanger Kunde bin, kann ich meine vollste Empfehlung aussprechen!"

  1. Gewerbetreibende
  2. Freiberufler
  3. GmbH
  4. GmbH & Co. KG
  5. UG
  6. KG
  7. OHG
  8. GbR und e.K.
  1. "Fyrst Base"
  2. Ab € 0,00
  3. Inkl. V-Pay/Girocard
  4. Browser, App
  5. Online-Konto

Broker-Empfehlung "Fyrst ist eines der neuen Geschäftskonten und bietet u.A. ein kostenloses Kontomodell. 50 Buchungen pro Monat sind kostenlos und es werden auch Kredite für Geschäftskunden angeboten."

  1. Einzelunternehmen
  2. Freiberufler
  3. GmbH (auch in Gründung)
  4. UG (auch in Gründung)
  1. "Advanced"
  2. Ab € 9,00/Monat
  3. Inkl. Visa
  4. Browser, App
  5. Online-Konto

Broker-Empfehlung "Penta als Newcomer unter den Firmenkonten ist ein durchaus interessanter Kandidat. Wir wünschen uns allerdings auch ein kostenloses Geschäftskonto des Anbieters für die Zukunft!"

  1. Einzelunternehmen
  2. Freiberufler
  1. "N26 Business"
  2. Ab € 0,00/Monat
  3. Inkl. Debitkarte
  4. Browser, App
  5. Online-Konto

Broker-Empfehlung "Bei N26 heißt es aufgepasst, denn ein Geschäftskonto kann nur eröffnen, wer noch kein Konto als Privatperson dort besitzt - und umgekehrt! Ansonsten wenig zu bemängeln!"

  1. Gewerbetreibende
  2. Freiberufler
  3. GmbH
  4. AG
  5. UG
  6. KG
  7. GbR
  8. Verein
  9. Limited
  10. Stiftung
  1. "Smart Geschäftskonto"
  2. € 5,00/Monat
  3. Inkl. Debitkarte
  4. Browser, App
  5. Online-Konto

Broker-Empfehlung "Ab der 11. Transaktion im Monat ist das Unternehmenskonto von Fidor kostenlos.

  1. Gewerbetreibende
  2. Freiberufler
  3. GmbH
  4. AG
  5. UG
  6. KG
  7. GbR
  8. Verein
  9. Limited
  10. Stiftung
  1. "Revolut Business"
  2. Ab € 15,00/Monat
  3. Inkl. Debitkarte
  4. App
  5. Online-Konto

Broker-Empfehlung "Revolut ist eine Onlinebank, die oft eigene Wege geht und daher innerhalb ihrer Community für viel Sympathie sorgt. Die € 15,- monatlich empfinden wir jedoch als zu viel. Das Gleiche bieten andere Geschäftskonten auch kostenlos."

  1. Bestimmte freie Berufe
  2. GmbH
  3. KG
  4. Kanzleien
  5. Genossenschaft
  6. Hausverwalter
  7. Anwälte
  8. Ärzte
  1. "DKB-Business"
  2. Ab € 8,00/Monat
  3. Inkl. Debitkarte
  4. Browser
  5. Online-Konto

Broker-Empfehlung "Das normale Konto gibt es bei der DKB kostenlos, für geschäftliche Zwecke allerdings werden € 8,- p.m. verlangt. Davon abgesehen allerdings durchaus solide!"

  1. Gewerbetreibende
  2. Freiberufler
  3. GmbH
  4. KG
  5. GbR
  6. UG
  7. Stiftung
  8. Verein
  1. "Business Komfort Konto"
  2. Ab € 4,99/Monat
  3. Inkl. Debitkarte
  4. Browser

Broker-Empfehlung "Wer ein Geschäftskonto bei einer klassischen Bank bevorzugt, macht bei der Santander nicht viel falsch."

  1. Gewerbetreibende
  2. Einzelunternehmen
  3. Freiberufler
  4. GmbH
  5. KG
  6. OHG
  7. UG
  1. "Geschäftskonto Klassik"
  2. Ab € 6,90/Monat
  3. Inkl. Debitkarte
  4. Browser

Broker-Empfehlung "Auch die Commerzbank ist für viele eine Alternative zu reinen online-basierten Unternehmenskonten."

Das Wichtigste in Kürze:

  • Banken und Sparkassen ermöglichen die Nutzung von Privatkonten höchstens Kleinunternehmern, Freiberuflern und Nebenerwerbs-Selbstständigen.
  • Bevor du ein Geschäftskonto eröffnest, mach dir bewusst, welchen Funktionsumfang du benötigst.
  • Informiere dich über die Angebotsdetails und Kosten.
  • Achte auf Extras wie eine DATEV-Schnittstelle, Buchungstools und mobile Bezahlsysteme.
  • Gesetzlich verpflichtet zur Führung eines Geschäftskontos bist du nur, wenn du eine Kapitalgesellschaft hast.
  • Die Trennung von privaten und geschäftlichen Buchungen empfiehlt sich jedoch immer. Du hast einen besseren Überblick und bist stets auskunftsfähig gegenüber dem Finanzamt.
  • Die Beantragung eines Geschäftskontos ist online oder in der Filiale unkompliziert möglich.

Was muss man bei einem Geschäftskonto beachten?

Wenn du dich selbstständig machst und ein Geschäftskonto eröffnen willst oder einen Wechsel deiner Bank planst, solltest du einige Punkte beachten. Denn nicht jedes vermeintlich kostenfreie Topangebot übersteht eine nähere Betrachtung. Vor allem Banken oder Fintechs, die eine besonders günstige Kontoführung anbieten, holen die Kosten häufig über Einzelbuchungen oder einen höheren Kontokorrentzinssatz wieder herein.

Prüfe unbedingt diese Punkte:

  • monatlicher Grundpreis
  • Kontoführungsgebühren
  • Kosten für Buchungen
  • Einzahlungs- und Abhebungskosten
  • Auslandszahlungskosten
  • Mindestgeldeingänge
  • Guthabenzinsen
  • Höhe des Kontokorrentkredits
  • Kosten für Girocard-und Kreditkarte
  • Standorte und Callcenter-Beratungszeit
  • Onlinebanking
  • Zusatzfunktionen
  • Bonus

Monatlicher Grundpreis

Kontomodelle gibt es auf dem deutschen Markt so viele, wie es Kreditinstitute (im Jahr 2019: 1717) und Fintechs (im Jahr 2019: 895) gibt. Vom kostenfreien Geschäftskonto über Angebote mit Pauschalpreis bis zum Konto mit monatlicher Kontoführungsgebühr plus Zusatzkosten für Buchungen, Kreditkarten und Dienstleistungen ist alles vertreten.

Der monatliche Grundpreis entspricht in der Regel der Kontoführungsgebühr, das heißt, Grundgebühr und Kontoführungsgebühr werden nicht getrennt berechnet. Nicht jedes Angebot ohne monatlichem Grundpreis bzw. Kontoführungsgebühr ist bei näherer Betrachtung günstig und nicht jedes Konto mit Einzelberechnung stellt sich in der Praxis als teuer heraus.

Um ein realistisches Bild zu erhalten, solltest du das Konto mit deinen voraussichtlichen Kontoaktivitäten durchspielen. Viele Kreditinstitute und Fintechs bieten vor allem für Freiberufler, Kleinunternehmer und nebenberuflich Selbstständige, kostenfreie Geschäftskonten an. Auch die sogenannte Mini-GmbH, also die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft fällt häufig in diese Kategorie.

Voraussetzung ist meist, dass ein Mindestgeldeingang gesichert ist. Oft wird dieser auf ca. 700-1.000 EUR angesetzt. Erfüllst du diese Bedingung nicht, hat das eine monatliche Grundgebühr und oft auch schlechtere Konditionen für sonstige Leistungen zur Folge. Kreditinstitute verlangen dann zwischen 9,90 EUR und 30.-- EUR pro Monat und Geschäftskonto. Bei hohem Buchungsaufwand können die Kosten auch darüber hinausgehen.

Kontoführungsgebühren

Der größte Anziehungspunkt bei der Wahl des Kreditinstituts ist für die meisten Menschen die Kontoführungsgebühr. Darin unterscheiden sich Privatkunden nicht von Geschäftskunden. Allerdings ist die Kontoführungsgebühr bei vielen Kreditinstituten an Bedingungen geknüpft.

Häufig wird bei Basis-Geschäftskonten neben einem monatlichen Mindestgeldeingang eine niedrige maximale Buchungsanzahl vorgegeben. Oder die Gebührenbefreiung endet nach wenigen Monaten. Bei einigen Instituten ist die Kontoausstattung bei vermeintlichen Topangeboten zudem eher mager.

Möchte man beispielsweise eine oder mehrere Kreditkarten nutzen oder sich einen Kontokorrentkredit einräumen lassen, werden hierfür höhere Gebühren bzw. Zinsen veranschlagt. Auch Bareinzahlungen werden mit hohen Kosten pro Vorgang berechnet, selbst wenn der Kunde die Einzahlung nicht am Schalter, sondern selbstständig am Automaten vornimmt.

Tipp: Kläre vor Kontoeröffnung, unter welchen Bedingungen und für welchen Zeitraum ein Konto kostenfrei oder mit niedrigen Kontoführungsgebühren angeboten wird.

Kosten für Buchungen

Ein unterschätzter Kostenfaktor sind bei Geschäftskonten die Kosten für Buchungen. In Summe können sie ein Konto erheblich verteuern, wenn Buchungen nicht uneingeschränkt in der Kontoführungsgebühr oder einem monatlichen Fixpreis enthalten sind. Vor allem bei günstigen Konten ist die Maximalanzahl der Buchungen meist eingeschränkt.

Ein Manko, das Freiberufler mit wenigen Kunden und überschaubaren Ausgaben monatlich meist nicht stört. Erhältst du als Freiberufler jedoch Affiliateeinnahmen unterschiedlicher Kooperationspartner oder führst du eine GbR, eine UG oder eine GmbH, reichen die Basiskontenmodelle nicht mehr aus. Die Einzelberechnung der Buchungen kann dann mit hohen Summen über den Monat zu Buche schlagen.

Ebenfalls prüfen solltest du, ob der Anbieter zwischen beleghaften und beleglosen Buchungen unterscheidet. In der Regel sind in Eigenregie per Onlinebanking ausgeführte Buchungen im Angebot enthalten oder zumindest günstiger als solche am Buchungsterminal einer Filiale. Geschäftsvorgänge am Schalter, die durch einen Mitarbeiter der Bank ausgeführt werden, kosten mittlerweile praktisch in jedem Fall Gebühren.

Tipp: Ermittle deinen aktuellen Buchungsumfang und plane diesen für die nächsten 5 Jahre im Voraus. Kläre danach bei deinem anvisierten Kreditinstitut oder Fintech, wie Buchungsvorgänge abgerechnet werden.

Einzahlungs- und Abhebungskosten

Bei immer mehr klassischen Banken und Sparkassen fallen Kosten für Einzahlungen und Abhebungen an. Inzwischen sogar dann, wenn der Vorgang durch den Kunden am Automaten durchgeführt wird. Bearbeitungsvorgänge am Schalter werden ohnehin gesondert berechnet.

Da Direktbanken Geldautomaten der Kooperationspartner nutzen, ist auch hier Vorsicht hinsichtlich der Gebühren geboten. Einige Anbieter ermöglichen Ein- und Auszahlungen auch kostenfrei an der Supermarktkasse.

Tipp: Hinterfrage insbesondere die Kosten bei Barabhebungen oder Einzahlungen am Geldautomaten im In- und Ausland. Auch, über welche Transaktionsmöglichkeiten (Filiale, Kooperationspartner, Supermärkte, Tankstellen) der Anbieter verfügt, ist wichtig.

Auslandszahlungskosten

Wer geschäftlich nicht im Ausland zu tun hat, ignoriert diesen Punkt gerne im Kontenvergleich. Aber auch Überweisungen von ausländischen Kunden oder zu Lieferanten außerhalb Deutschlands können erhöhte Kosten verursachen. Falls Überweisungen in der Landeswährung aus dem Ausland umgerechnet werden müssen, solltest du dich vorab über den Wechselkurs und die dazu gehörenden Modalitäten informieren. Bist du global tätig, kläre ebenfalls, ob es Länder gibt, bei denen das Kreditinstitut keine Transaktionen ausführt.

Tipp: Meist erkennst du schon in der Selbstdarstellung eines Kreditinstituts oder eines Fintechs, ob es global oder national ausgerichtet ist. Für Geschäfte mit internationaler Kundschaft solltest du einen Anbieter wählen, der in diesem Bereich erfahren ist.

Mindestgeldeingänge

Während in den letzten Jahren Gebühren für die Kontoführung allgemein wieder gestiegen sind, locken einige Anbieter weiterhin mit kostenlosen Konten. Meist handelt es sich dabei um Kontomodelle mit Mindestgeldeingang. Nur wenn ein monatlicher Mindestgeldeingang gesichert ist, kannst du das vergünstigte Angebot in Anspruch nehmen.

Andernfalls stellt die Bank oder das Fintech das Konto um. Damit fallen neben Gebühren für das Konto meist auch höhere Kontokorrentzinsen an und mögliche Guthabenzinsen weg.

Tipp: Mit starken Schwankungen in deinem monatlichen Geldeingang hast du nicht lange Freude an dem vermeintlichen Topangebot. Sobald der Anbieter die nicht konstanten Geldeingänge feststellt, kommen höhere Kosten auf dich zu als bei Angeboten ohne Mindestgeldeingang.

Guthabenzinsen

Sie gehören inzwischen zu den seltenen Ausstattungsmerkmalen eines Kontos. Unabhängig davon, ob du als Selbstständiger ein Privatkonto oder ein Geschäftskonto nutzt, gibt es Guthabenzinsen nur noch bei wenigen Kreditinstituten. Selbst dann stellen sie kein wichtiges Argument mehr für ein Konto dar, da sich die Zinssätze meist im Bereich der Nachkommastellen bewegen.

Tipp: Guthabenzinsen kannst du bei deiner Kontowahl getrost vernachlässigen. Sie verteuern dein Geschäftskonto nur unnötig, da der Anbieter sie in das Angebot einpreist. Für die Geldanlage gibt es lukrativere Anlageformen.

Höhe des Kontokorrentkredits

Ein Kontokorrentkredit ist teuer. Du solltest ihn möglichst selten in Anspruch nehmen. Aber er ermöglicht dir, im Notfall dein Konto zu überziehen, um Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Falls Überweisungen deiner Kunden verspätet eingehen und du im Gegenzug mehr Ausgaben hast, lässt deine Bank die Lastschriften nicht zurückgehen. Das erspart dir eine Menge Ärger und Kosten.

Nicht immer ist es für Selbstständige einfach, einen Kontokorrentkredit ab dem ersten Tag der Kontoverbindung zu erhalten. Vor allem Freiberufler und Einzelunternehmer werden seitens der Kreditinstitute eher misstrauisch beäugt.

Hast du dich für eine Bank oder Sparkasse mit persönlicher Beratung entschieden, ist es einfacher, über die Höhe des Kontokorrentkredits zu beraten als mit einem CallCenteragent. Wenn bei Kontoeröffnung vereinbart wird, dass nach den ersten 3-6 Monaten automatisch ein Kontokorrentkredit eingerichtet wird, erübrigen sich solche Verhandlungen.

Vergiss jedoch nicht, dich über den fälligen Zinssatz zu informieren. Dieser ist nämlich wesentlich höher als der klassischer Kredite. Ungefähr zwischen 9 % und 18 % musst du dafür—je nach Kreditinstitut—einplanen.

Kosten für Girocard-und Kreditkarte

Welche Karten und Funktionen benötigst du für dein Business? Eine der Fragen, die du vorab beantworten solltest. Denn zu fast jedem Konto gehört zwar eine Grundausstattung an EC-Karten und Kreditkarten. Bei den kostenfreien Kontoangeboten gibt es jedoch Ausnahmen. Sie beinhalten oft nur eine Bankkarte, die häufig an den Geldautomaten anderer Anbieter oder gar international nicht eingesetzt werden kann. Kreditkarten suchst du bei solchen Angeboten vergeblich.

Auch wenn du weitere Kreditkarten für Geschäftsführer und Mitarbeiter benötigst, genügt ein Basiskonto nicht. Dann brauchst du ein Geschäftskonto, das entweder schon mehrere EC- und Kreditkarten enthält oder bei dem du weitere Karten gegen Zusatzgebühren anfordern kannst.

Tipp: Auch hier sind die Kosten oft sehr unterschiedlich. Vergleiche vorab die Kontenangebote hinsichtlich der enthaltenen Karten und deren Funktionalitäten.

Standorte und Callcenter-Beratungszeit

Ist dir die Beratung vor Ort im Rahmen einer nahen Filiale wichtig? Dann solltest du dein kontoführendes Institut nach seinen Beratungsstellen aussuchen. Kläre dazu, ob an jedem Standort Kredite, Anlageberatung und Baufinanzierungsfragen bearbeitet werden oder ob die Kompetenz dafür nur bei bestimmten Zweigstellen liegt. Je zentralisierter das Institut aufgestellt ist, desto schwieriger für den Kunden.

Legst du dagegen Wert auf Mobilität und Unabhängigkeit, stehen bei dir Direktbanken und Fintechs mit Onlinebanking hoch im Kurs. Auch hier solltest du die Möglichkeit haben, Fragen per Chat oder persönlich mit einem Berater zu klären. Dazu braucht es ein Callcenter mit möglichst umfangreicher Beratungszeit. Optimal sind Callcenter, die zumindest von 07.00 bis 22.00 Uhr besetzt sind. Dabei sollten die Callcenter-Agents auskunftsfähig sein.

Onlinebanking

Wer ein Privatkonto eröffnet, hat ganz selbstverständlich die Möglichkeit, seine kompletten Kontenvorgänge im Onlinebanking zu erledigen. Das wünschen sich auch immer mehr Kunden bei einem Geschäftskonto. Zwar bieten viele Kreditinstitute diesen Komfort an, jedoch mit unterschiedlichem Erfolg.

Spätestens wenn mehrere Personen für das Geschäftskonto Zugriffsberechtigung erhalten sollen, stößt manches Kreditinstitut an seine Grenzen. Das betrifft auch die inzwischen obligatorische App.

Zudem solltest du dich zu den Sicherheitsvorkehrungen des Anbieters beraten lassen.

Tipp: Informiere dich vor Beantragung des Geschäftskontos über die Ausgestaltung des Online-Banking-Systems.

Zusatzfunktionen

Immer mehr Anbieter machen bei der üblichen Kontoausstattung nicht Schluss, sondern starten mit neuen Ideen durch. Geschäftskonten bieten daher zwischenzeitlich umfangreiche Zusatzfunktionen. Vor allem Fintechs überzeugen mit neuen Funktionalitäten. Aber auch klassische Banken und Sparkassen punkten immer häufiger mit Innovationen.

Gern gesehen im Rahmen eines Geschäftskontos: eine Buchhaltungsfunktion. Diese ermöglicht die automatische Verbuchung eingehender und ausgehender Beträge. Ist das Konto mit einem solchen Buchhaltungstool ausgestattet, ersparst du dir viel Arbeit. Alternativ wird oft eine DATEV-Schnittstelle angeboten.

Ebenso interessant ist eine Cashflow-Analyse. Damit bist du gegenüber dem Steuerberater oder dem Finanzamt stets auskunftsfähig. Praktisch ist auch eine Rechnungssoftware oder ein Tool für die Liquiditätsplanung.

Tipp: Generell sind nur solche Zusatzfunktionen sinnvoll, die du auch benötigst. Zu viele Tools können die Kontofunktionen unnötig verkomplizieren und bieten mehr Sicherheitslücken.

Bonus

Reizen dich Angebote, in denen dir Boni von 100 EUR oder mehr für die Eröffnung eines Geschäftskontos versprochen werden? Es empfiehlt sich, solchen Verlockungen bei der Auswahl eines geeigneten Kreditinstituts und Kontos zu widerstehen. Bei einem Geschäftskonto sind Aspekte zu beachten, die dich in deiner Arbeit unterstützen. Dabei sollten finanzielle Angebote nicht den Ausschlag geben.

Wie funktioniert die Eröffnung des Geschäftskontos?

Der Aufwand zur Eröffnung eines Geschäftskontos richtet sich danach, ob du die Kontoeröffnung in einer Filiale beantragst oder online.

Einfach und schnell ist das Online-Anmeldeprozedere:

  • Auf der Website des Anbieters rufst du das Anmeldeformular auf. Darin machst du persönliche Angaben und gibst dem Kreditinstitut oder Fintech Informationen zu deinem Unternehmen, beispielsweise Rechtsform, Gründungsjahr und Sitz.
  • Gibt es noch weitere Kontoinhaber wie Geschäftsführer, sind auch Angaben zu diesen Personen notwendig.
  • Alle Antragsteller müssen sich legitimieren. Das wird bei Onlineanträgen in der Regel über das Video-Ident-Verfahren am Bildschirm gemacht.
  • Die Bank, Sparkasse, Direktbank bzw. das Fintech prüft die Angaben und übermittelt dir die IBAN-Nummer und weitere wichtige Informationen per Post.

Ebenfalls schnell und unkompliziert funktioniert die Antragstellung in der Filiale einer Bank oder Sparkasse. Dort erledigt der Bankberater gleichzeitig die Legitimierung mithilfe des Personalausweises. Daneben solltest du auch einen Auszug aus dem Handelsregister und die Steuernummer bzw. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer zur Hand haben.

Diese Gebühren können bei Unternehmenskonten anfallen

Die Kosten für ein Geschäftskonto setzen sich aus monatlicher Grundgebühr, Kosten für beleglose und beleghafte Buchungen, EC-Karten, Kreditkarten, Bargeld-Einzahlungen und -Auszahlungen am Automaten und am Schalter, Zinsen für Kontokorrentkredit, Zinsen für geduldete Überziehung, Abruf von Kontoinformationen und Sorten zusammen.

Meist bieten Kreditinstitute unterschiedliche Kontenmodelle an, die sich in ihrem Umfang und den Kosten unterscheiden. Du kannst dir das passende Angebot für deine Unternehmensform und den Bedarf aussuchen. Wer beispielsweise ausschließlich per Onlinebanking auf sein Konto zugreift, braucht seinen Fokus nicht auf die jeweiligen Gebühren für beleghafte Aufträge am Schalter zu legen.

Häufige Fragen & Antworten zu Geschäftskonten

Wie viele Geschäftskonten darf man haben?

Dazu gibt es keine Reglementierung seitens des Gesetzgebers. Du solltest deine Kontobewegungen gut nachvollziehen und bei Bedarf schnell belegen können. Der große Vorteil eines Geschäftskontos besteht u. a. in der Möglichkeit, mehrere Unterkonten zu eröffnen. Diese können für Steuerrücklagen, Gehaltszahlungen oder Reparaturen angespart werden. Das ermöglicht einen guten Überblick und vermeidet unangenehme Überraschungen.

Kann es zwei Inhaber geben?

Das Geschäftskonto kann von mehreren Personen geführt werden, was beispielsweise bei einer GbR oder einer OHG ohnehin üblich ist. Je nach Rechtsform kann zwischen einem UND-Konto bzw. einem ODER-Konto gewählt werden.

Bei einem UND-Konto dürfen Aufträge nur mit Zustimmung aller Kontoinhaber erteilt werden. Bei einem ODER-Konto können die Inhaber auch einzeln handeln.

Schnittstellen erleichtern die Verwaltung

Eine besondere Unterstützung bieten Geschäftskonten, die praktische DATEV-Schnittstellen bieten. Das ist vor allem für GmbHs und UGs wichtig. Damit können Zahlungseingänge und -ausgänge direkt an die unternehmenseigene Buchhaltung gemeldet werden.

Auch die Möglichkeit, Kontoinformationen abzurufen, beispielsweise durch den Steuerberater, sollte das Geschäftskonto bieten. Fintechs sehen bisher meist nur den einfachen DATEV-Export vor, bei dem die Daten manuell weiterverarbeitet werden müssen.

Tipp: Sei dir bei der Anbieterrecherche bewusst, welche Schnittstellen dir nützlich sein können.

Ist eine Bank oder ein Fintech besser?

Eine Bank, also ein Kreditinstitut mit Bankenlizenz, kennen wir alle. Fintechs sind vielen noch nicht geläufig. Der Begriff Fintech bedeutet Financial Technology und umfasst alle Technologien rund um Finanzdienstleistungen. Der Fokus dieser Finanzunternehmen liegt also auf dem technischen Bereich mit Girokontoapps, mobilem Bezahlen per Smartphone, Assistenten für die optimale Geldanlage, Buchführungstools und vielem mehr.

Auch immer mehr Banken bieten Zusatzapps und mobiles Bezahlen an. Deren Angebot ist jedoch längst nicht so innovativ wie das der Fintechs. Fintech-Banken gibt es übrigens kaum, denn eine Bankenlizenz ist mit vielen Auflagen verbunden und von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) nur schwer zu erhalten.

Ob du dich für ein klassisches Kreditinstitut entscheidest oder mehr Wert auf moderne Technologie legst, Beides hat seine Vorteile. Während du bei Banken und Sparkassen auf langjährige Erfahrung und versierte Angebote setzen kannst, punkten Fintechs mit viel technischem Know-how und Innovationen.

Ein Bindeglied zwischen der klassischen Bank und dem Fintech bilden Direktbanken, die über ein gut aufgebautes Online-Banking-System verfügen.

Deine Entscheidung solltest du also vom gewünschten Funktionsumfang abhängig machen.

Kann man ein normales Girokonto als Geschäftskonto nutzen? Was ist der Unterschied zum Privatkonto?

Der Unterschied zwischen Privat- und Geschäftskonten ist im Prinzip nicht groß. Auch das Geschäftskonto ist ein Girokonto mit der Möglichkeit, Überweisungen und Lastschrifteinzüge auszuführen, Bargeld abzuheben und Geldeingänge zu überwachen. EC- und Kreditkarten komplettieren das gewohnte Angebot.

Selbstverständlich ist auch Online-Banking bei Geschäftskonten längst eingekehrt. Viele Geschäftskonten verfügen zudem inzwischen über Zusatzfunktionen wie die Einbindung von Zahlungssystemen. Auch Unterkonten gehören stets dazu, was ihre Transparenz erhöht.

Einer der größten Unterschiede zwischen Privat- und Geschäftskonten ergibt sich neben den Konditionen aus den Bestimmungen des Verbraucherschutzes, die mehr Transparenz bei Privatkunden fordern. Daher legen Kreditinstitute Wert darauf, dass geschäftlich genutzte Konten auch als solche ausgewiesen werden.

Einige Banken und Sparkassen lassen die Nutzung von Privatkonten allerdings bei Freiberuflern, Kleinunternehmern und Nebenerwerbs-Selbstständigen auch für geschäftliche Zwecke zu. Andere Kreditinstitute lassen generell geringe Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit bis ca. 1.000 EUR über das Privatkonto laufen.

Ganz anders reagieren Kreditinstitute, die eine klare Trennung der Kontenmodelle bevorzugen. Sie kündigen ein Privatkonto sogar, wenn es wiederholt zu geschäftlichen Zwecken genutzt wird.

Tipp: Es empfiehlt sich daher, frühzeitig zu klären, was dein Kreditinstitut zulässt. Dabei helfen neben einem Gespräch mit dem Institut oder Fintech Erfahrungsberichte von Kunden im Internet.

Ab wann ist ein Geschäftskonto Pflicht?

Eine gesetzliche Verpflichtung zur Führung eines Geschäftskontos gibt es nur für Kapitalgesellschaften. Selbstständige und Freiberufler sind nicht verpflichtet, ein separates Geschäftskonto zu führen. Zwecks Klarheit empfiehlt es sich dennoch.

Spätestens bei einer Steuerprüfung wünschst du dir getrennte Konten. Und sperrt das Finanzamt dein Konto wegen Steuerschulden, kannst du bei Nutzung eines Privatkontos zu geschäftlichen Zwecken nicht mehr an dein Geld. Auch die regelmäßigen Abbuchungen der Strom- und Telekommunikationsanbieter laufen dann ins Leere. Eine unangenehme Situation.

Tipp: Trenne geschäftliche und private Konten, um einen besseren Überblick zu behalten. Zusatzfunktionen eines Geschäftskontos wie die automatische Bildung von Steuerrücklagen auf einem Unterkonto unterstützen dich bei deiner Arbeit.

Welche Rechtsformen sind verpflichtet, ein Geschäftskonto zu führen?

GmbH und AG

Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und die Aktiengesellschaft (AG) sind Kapitalgesellschaften und damit verpflichtet, ein Geschäftskonto zu führen. Dazu gehört seit 2008 auch die „Mini-GmbH“, die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt).

Als juristische Personen sind diese Rechtsformen eigenständig rechts- und geschäftsfähig. Zur Geschäftsfähigkeit gehört die Trennung von Privat- und Geschäftsvermögen mithilfe getrennter Konten.

Kommanditgesellschaft

Die Kommanditgesellschaft gehört zu den Personengesellschaften. Hier haben sich zwei oder mehr Personen (natürliche oder juristische Personen) zusammengeschlossen. Einer davon haftet für Verbindlichkeiten unbeschränkt, der andere nur mit seiner Einlage.

Als Personengesellschaft besteht keine gesetzliche Pflicht zum Führen eines Geschäftskontos. In der Praxis lassen Banken und Sparkassen die Nutzung eines Privatkontos für Kommanditgesellschaften jedoch nicht zu.

Einzelunternehmer

Als Einzelunternehmer wird in Deutschland eine selbstständige Person bezeichnet, der sein Unternehmen zu 100 % gehört. Der Einzelunternehmer kann ein Gewerbe betreiben, ein Dienstleistungsunternehmen führen oder als Freiberufler tätig sein. Er führt keine Kapitalgesellschaft und muss daher auch kein Geschäftskonto führen.

Kreditinstitute akzeptieren häufig die Nutzung eines Privatkontos von Einzelunternehmern zu geschäftlichen Zwecken. Voraussetzung ist, dass der Umfang der geschäftlichen Buchungen auf dem Konto nicht zu groß ist.

Freiberufler

Ein Selbstständiger, der einen wissenschaftlichen, künstlerischen, schriftstellerischen, unterrichtenden oder erzieherischen Tätigkeit ausüt, wird als Freiberufler bezeichnet. Die Tätigkeit ist kein Gewerbe und unterliegt demnach nicht der Gewerbeordnung und Gewerbesteuer.

Auch ein Freiberuflicher ist nicht verpflichtet, ein Geschäftskonto zu führen. Viele Kreditinstitute lassen die Einnahmen eines Freiberuflers auf dessen Privatkonto zu, solange die Umsätze nicht zu umfangreich werden. Wie das dein Kreditinstitut handhabt, solltest du dort erfragen.

GbR

Die GbR, auch BGB-Gesellschaft genannt, ist die einfachste und beliebteste Form einer Personengesellschaft in Deutschland. Dabei machen sich mindestens zwei Personen gemeinsam selbstständig. Im Rahmen eines Gesellschaftsvertrages vereinbaren sie einen gemeinsamen Zweck oder ein Ziel, das sie mit der GbR erreichen wollen. Jeder handelt dabei als Gesellschafter.

Auch die GbR ist als Personengesellschaft nicht gesetzlich verpflichtet, ein Geschäftskonto zu führen. Jedoch wird kaum ein Kreditinstitut die Nutzung eines der beiden Privatkonten der GbR-Gesellschafter als Geschäftskonto zulassen. Da beide Gesellschafter gleichberechtigt sind, müsste dieses Konto zudem als UND-Konto laufen.

OHG

Eine Offene Handelsgesellschaft (OHG) ist eine Personengesellschaft mit gemeinsamer (solidarischer) Haftung der Gesellschafter. Auch sie ist nicht zur Führung eines Geschäftskontos verpflichtet. Kreditinstitute lassen die Nutzung eines Privatkontos für eine OHG jedoch nicht zu und weisen Überweisungen oder Lastschriften ab.

Erklärung für das * Sternchen: Unter bestimmten Voraussetzungen kann bei erfolgreicher Vermittlung eine Vermittlungsprovision vom jeweiligen Anbieter ausgezahlt werden. So kannst du uns ohne Nachteile für dich unterstützen und wir können im Gegenzug kostenlose Inhalte für dich produzieren.
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