Was ist und wie funktioniert Daytrading?


Zuletzt aktualisiert: 14. Mai 2020

Als Daytrading oder auch einfach nur Trading wird das Handeln von verschiedenen Finanzprodukten wie Devisen, Aktien, Rohstoffe, usw.,  meist mithilfe von Finanzinstrumenten wie CFDs, bezeichnet. Die Positionen sind dabei selten länger als einen Tag lang offen.

Im Unterschied zum Investieren, spielen beim Trading langfristige Aussichten und Kennzahlen eines Unternehmens oder eines Asets meistens keine Rolle.
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    Bereits der Name zeigt auf, um was es sich beim Day-Trading handelt. Hierunter versteht sich ein kurzfristiger Handel, der weniger als einen Tag dauert, um damit an den Finanzmärkten mit den Kursschwankungen Gewinne zu erzielen. Das Vorgehen beim Day-Trading ist dabei aber recht unterschiedlich. So gibt es auf der einen Seite Day-Trader, die durch viele Trades an einem Tag ihre Gewinne erzielen. Dahingegen versuchen andere Tageshändler, mit einem oder maximal zwei Geschäften am Tag erfolgreich zu sein. Gehandelt wird dabei in der Regel mit Aktien, Futures und vor allem Devisen. Als Day-Trader können Sie sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit tätig sein. Vorab sei gesagt: Day-Trading kann sehr lukrativ sein, aber der langfristige Erfolg stellt sich nur bei wenigen Day-Tradern ein.

    In der heutigen Zeit können wir einen regelrechten Hype rund um das Thema Day-Trading feststellen. So gibt es Webseiten, die davon sprechen, dass das Daytrading eine einfache Möglichkeit ist, um schnell reich zu werden. Andere Autoren im Netz wiederum raten dringend davon ab, da es keine Möglichkeit gebe, damit reich zu werden. Wie so oft, liegt die Wahrheit in der Mitte. Denn ja, es ist möglich, mit Day-Trading reich zu werden und ja, die meisten Tageshändler sind langfristig nicht erfolgreich. Wie so oft gilt: Vorbereitung und Information sind das Wichtigste. Damit Sie ein bisschen besser vorbereitet sind, geben wir Ihnen nachfolgend einige Hinweise zum Day-Trading mit auf den Weg.

    Wie funktioniert Day-Trading genau?

    Zunächst blicken wir kurz auf die Theorie und beleuchten, wie das Day-Trading genau funktioniert. So setzen Daytrader zur Gewinnmaximierung bei den Tagesgeschäften Hebel ein, sodass sich der Händler also kurzfristig Geld von seinem Broker leiht. Der Vorteil liegt im Gewinnfall klar auf der Hand. Wenn ein Wertpapier beispielsweise um 2 Prozent steigt und der Trader auf einen Hebel von 1:10 setzt, sind dies satte 20 Prozent Gewinn. Aber Achtung: Sinkt der Kurs um zwei Prozent, beträgt bei diesem Hebel der Verlust eben auch satte 20 Prozent.

    Die meisten Tageshändler finden sich im Forex-Handel wieder, gefolgt von Derivaten wie Futures oder Optionen, sowie im Aktienbereich. Für die Derivate sprechen vor allem, dass sie für den Handel mit Hebeln bestens geeignet sind. Noch mehr Vorteile bieten aber die Währungspaare, sodass sich Daytrader vor allem in diesem Bereich wiederfinden. Denn hier können Sie nicht nur rund um die Uhr 24/7 traden, sondern es steht auch ein hohes Volumen zur Verfügung.

    Worauf Sie beim Daytrading zwingend achten müssen

    Wenn wir über das erfolgreiche Day-Trading sprechen, dann geht es hier – wie schon angemerkt – nicht um die schnelle Karriere, die Reichtum bringt, noch ist es etwas, das Jahre benötigt, um Konsistenz zu gewinnen. Normalerweise sollten Sie zwischen sechs und 12 Monate benötigen, um die Kenntnisse, das Wissen und die geeignete Strategie gefunden zu haben, um im Day-Trading bestehen zu können.

    Vorab müssen Sie sich aber eine Tatsache vergewissern: es gibt eine entscheidende Schwierigkeit. Dabei handelt es sich darum, dass eine Trading-Strategie den einen Monat bestens funktionieren kann, während sie im kommenden Monat alles andere als gut ist. Da es auf dem Trading-Markt keine zwei komplett gleichen Tage gibt, müssen Sie sich und Ihre Strategie ständig anpassen.

    So beispielsweise gibt es die Schwierigkeiten, dass Sie zu Beginn mit einem Demokonto eine bestimmte Strategie über mehrere Monate hinweg nicht praktizieren, bevor Sie echtes Geld einsetzen. Somit haben Sie keine Erfahrungen, wie diese bestimmte Strategie funktioniert und wie Sie diese an eventuell veränderte Marktbedingungen anpassen müssen. Deswegen sollten Sie zu Beginn Ihrer Day-Trading-Karriere mindestens sechs Monate bis ein Jahr lang an jedem Tag eine bestimmte Methode des Day-Tradings ausüben und „trainieren“. Selbst in der Übungsphase mit einem Demokonto benötigt das Day-Trading einen täglichen Zeitaufwand. Denn mit jedem Tag eignen Sie sich Gewohnheiten und Kenntnisse an, die Sie für den Tageshandel mit Echtgeld benötigen.

    Dabei gilt es auch an mehreren Fronten gleichzeitig zu lernen. Denn schon in dieser Trainingsphase werden Sie bemerken, dass Sie zu bestimmten Tageszeiten bessere Ergebnisse erzielen als zu anderen Zeiten. Auf diese Zeiten sollten Sie sich dann konzentrieren – sowohl zur „Demozeit“, als auch später dann im Echtgeldhandel. Dabei sollten Sie sich auch bewusst sein, dass Sie im ersten Jahr mehrere Stunden am Tag mit dem Day-Trading verbringen. Erfahrene Day-Trader wiederum handeln nach einiger Erfahrung oft nur ein bis drei Stunden am Tag.

    95 Prozent der Day-Trader scheitern – Ungeduld ein falscher Begleiter

    Auch ein weiterer Fakt sollte immer in Ihrem Gedächtnis sein: Nur 5 Prozent der Day-Trader sind langfristig erfolgreich. Das heißt, dass der Großteil der Day-Trader also scheitert. Der Grund hierfür ist aber auch recht einfach. Die meisten dieser Trader üben einfach nicht ausreichend. Denn die meisten dieser 95 Prozent haben sich zunächst nicht die ausreichende Trainingszeit von 6 bis 12 Monaten genommen. Wenn Sie aber zu den erfolgreichen Day-Tradern gehören wollen, sollten Sie ausreichend Zeit im Demokonto verbringen.

    Um welche Strategien geht es beim Day-Trading?

    Die Frage ist hierbei natürlich auch, welche Strategien stehen bei den Day-Tradern im Mittelpunkt. Der Vorteil ist hier, Sie können sowohl von steigenden als auch von fallenden Kursen profitieren. Denn im Tageshandel können Sie „Long“ gehen und vom steigenden Kurs profitieren, oder aber „Short“, um sich den fallenden Kurs zunutze zu machen.

    Eine der beliebtesten Strategien ist von daher auch das Ereignis-Trading. Dies bedeutet, Sie reagieren sofort nach dem Erscheinen von Nachrichten, die sich auf Kursveränderungen auf gewissen Märkten auswirken könnten. In den USA beispielsweise stürzen sich einige Daytrader auf den Handel, sobald die Arbeitsmarktzahlen veröffentlicht werden.

    Während sich also einige Day-Trader auf das Ereignis-Trading stürzen, gibt es auf der anderen Seite wiederum die Tageshändler, die sehr genau die Details beobachten und bereits bei kleinen Preisbewegungen großer Positionsgrößen aktiv werden. Bei diesen Tradern ist es dann keine Seltenheit, wenn Sie mehrere Dutzend Trades am Tag abschließen. Andere Trader wiederum setzen nur auf wenige Trades am Tag und gehen hier auf die größeren Preisbewegungen.

    Wie viel Kapital benötige ich beim Day-Trading?

    Eine wichtige Frage, die sich viele Neulinge stellen, betrifft den notwendigen Kapitalbedarf. Hier kann natürlich keine allgemeingültige Aussage getroffen werden. Denn unterschiedliche Märkte benötigen auch einen unterschiedlichen Kapitalbedarf für den Tageshandel. So beispielsweise sind Aktien zwar beliebt, Sie benötigen hier aber auch das meiste Kapital. Unter 10.000 Euro ist ein Start hier meist nicht sinnvoll. Deswegen sind beim Day-Trading Hebelprodukte wie der Forex-Handel oder CFDs auch wesentlich beliebter, insbesondere bei Einsteigern.

    Denn im Forex-Handel und beim CFD-Trading ist ein Einstieg mit 500 Euro bereits sinnvoll, möglich ist er mitunter sogar mit niedrigeren Beträgen. Bei Derivaten wie den Futures sollten Sie in etwa mit dem Doppelten kalkulieren. Die Hebel sorgen dafür, dass Sie hier so günstig in das Day-Trading-Geschäft einsteigen können. So können Sie beispielsweise bei einem Hebel von 10:1 das Zehnfache Ihres Kapitalaufwands investieren. Wichtig ist dabei aber, dass Sie nie mehr als 1 Prozent des gesamten Startkapitals für einen einzelnen Trade aufwenden. Dies sollten Sie unbedingt beachten.

    Die möglichen monatlichen Erträge beim Daytrading

    Für Day-Trader ist natürlich ein weiterer Punkt sehr wichtig: Wie viel kann ich eigentlich beim Day-Trading gewinnen? Wenig überraschend können wir hier natürlich keine konkrete Aussage treffen. Denn das Spektrum des Tageshandels ist so umfangreich, dass sich auch die Gewinne entsprechend umfangreich gestalten können. Wie schon angeführt, 95 Prozent der Day-Trader machen Verluste. Auf der anderen Seite aber stehen die erfolgreichen Tageshändler, die mehrere Hunderttausend Euro im Jahr verdienen. Bereits mit Ihrem Demokonto sehen Sie Ihr mögliches Gewinnpotenzial. Deswegen ist es so enorm wichtig, mit einem Demokonto zu starten. Ebenso wichtig ist es auch, das Demokonto genau mit dem Betrag anzulegen, mit dem Sie auch mit Echtgeld beginnen wollen. So sehen Sie am besten selbst, was in Sachen Gewinne möglich ist.

    Wie schon angeführt, sollten Sie nur 1 Prozent des Startkapitals für einen einzelnen Trade aufwenden. Genauso sollten Sie pro Handelstag nur 1 Prozent des Kapitals riskieren. So können Sie in der Regel mit einem maximalen Anstieg zwischen 10 und 30 Prozent im Monat rechnen. Auf dieses Ziel sollten Sie zumindest hinarbeiten. Bei diesen Zahlen handelt es sich allerdings um Zahlen kleinerer Konten, womit neue Trader starten. Verfügt ein Trader über mehr Kapital, fällt seine prozentuale Rendite geringer aus. Die hohen Renditen erzielen Sie einfacher mit niedrigerem Kapital.

    Die technischen Voraussetzungen

    Ein Day-Trader kann in der heutigen Zeit recht einfach starten. Denn zunächst einmal genügt ein – jedoch gut funktionierendes – Laptop, oder auch ein Desktoprechner. Es gibt aber durchaus auch Händler, die mindestens zwei Monitore zusammen mit einem Desktoprechner nutzen. Darüber hinaus benötigen Sie natürlich einen schnellen Internetanschluss. Zudem sollten Sie auch über einen stabilen Internetempfang verfügen. Ferner sollten Sie für alle Fälle auch mit einem schnellen und stabilen Internetempfang auf Ihrem Smartphone ausgerüstet sein. Dann nämlich steht Ihne eine alternative Internetverbindung zur Verfügung, sollte Ihr Hauptanschluss ausfallen.

    Darüber hinaus sollten Sie für alle Fälle auch stets ein Telefon zur Verfügung haben – Festnetz oder Handy. Denn sollte das Internet aus welchem Grunde auch immer komplett ausfallen, können Sie so im Notfall Ihren Broker anrufen oder mit ihm chatten.

    Darüber hinaus benötigen Sie natürlich eine Trading-Plattform, die Ihnen sowohl das Platzieren von Demo-Trades als auch von Live-Trades ermöglicht. In der Regel erhalten Sie von den Brokern als Tageshändler die Software dieser Broker. Darüber hinaus gibt es aber auch Drittanbietersoftware. Meist beinhaltet die Trading-Software auch Charts. Falls nicht, benötigen Sie eine Charting-Software eines Drittanbieters, um im Day-Trading erfolgreich zu sein.

    Schwierigkeiten und Risiken beim Day-Trading

    Natürlich müssen Sie beim Tageshandel auch eine Reihe von Hürden und Risiken überwinden. Die größte Schwierigkeit: Jeder Handelstag ist anders! Somit benötigen Sie als Händler eine Strategie, mit der Sie unter praktisch allen Marktbedingungen erfolgreich sein können. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Sie jeden Tag gewinnen. Ganz im Gegenteil: Selbst, wenn Sie eine sehr gute Strategie haben, wird es immer noch mehrere verlustreiche Tage im Monat geben. Es ist nicht wichtig für Sie, jeden Handel jeden Tag zu gewinnen. Was letztendlich zählt: Die Gesamtgewinne eines Monats unter dem Strich.

    Deswegen müssen Sie eine Methode entwickeln, die sich an die jeweiligen Bedingungen des Marktes anpassen kann. Dies bedeutet, dass Sie zu komplexe Systeme vermeiden müssen. Zudem sollten Sie auch die psychologischen Hürden nicht unterschätzen. Wenn Sie sich nämlich dazu entschließen, Day-Trader in Vollzeit zu werden, erhalten Sie keinen regelmäßigen Gehaltseingang. Gerade wenn der Handel nicht so gut läuft und Sie Rechnungen bezahlen müssen, kann dies eine enorme psychologische Herausforderung werden. Daraus ergeben sich dann oft Fehler beim Handeln, die Sie unbedingt vermeiden sollten.

    Darüber hinaus warten weitere Risiken. Day-Trader sehen sich beispielsweise starken Gegenspielern gegenüber: den Banken. Diese haben in der Regel mehrere erfolgreiche Trader beschäftigt, die über Jahre hinweg aktiv sind und so der Bank zu einem Informationsvorsprung verhelfen. Ebenso verfügen die Banken über automatisierte Handelssysteme, die den Finanzinstituten ebenso zu Vorsprung verhelfen. Zu guter Letzt sollten Sie auch auf das mögliche Suchtpotenzial achten, dass der Tageshandel mit sich bringen kann.

    Investieren Sie in sich selbst!

    Zu guter Letzt wollen wir an dieser Stelle einen wichtigen Tipp anbringen: Investieren Sie in sich selbst! Verzichten Sie auf zu viele und zu hohe Investitionen in Gimmicks. Es gibt eine Reihe von Software-Produkten, die Ihnen über Nacht Reichtum mit dem Day-Trading versprechen. Doch in der Regel haben diese nur eine sehr kurze Haltbarkeit. Vielleicht können Sie eine Weile damit erfolgreich sein, doch langfristig werden diese normalerweise zur Enttäuschung.

    Investieren Sie dieses Geld lieber in Ihre eigene Ausbildung. Lesen Sie viele Bücher und Artikel über den Handel und insbesondere das Day-Trading. Überlegen Sie sich auch, ob Sie vielleicht einen Mentor suchen. Investieren Sie grundsätzlich immer lieber in Ihre eigene Ausbildung und Ihr Wissen!