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Was ist und wie funktioniert Daytrading?

Zuletzt Aktualisiert: 31. Juli 2020

Hinweis: Dieser Artikel wird gerade überarbeitet, um unserern aktualisierten Qualitätskriterien zu entsprechen. Nach Abschluss der Überarbeitung wird dieser Hinweis entfernt.

Zusammengefasst


Als Daytrading oder auch einfach nur "Trading" wird das Handeln von verschiedenen Finanzprodukten wie Devisen, Aktien, Rohstoffen etc., meist mithilfe von Finanzinstrumenten wie CFDs, bezeichnet. Die Positionen sind dabei selten länger als einen Tag lang offen. Fundamentale Daten spielen beim Trading keine Rolle. Um Signale für richtige Kauf/Verkaufspunkte zu erhalten, wird auf die technische Analyse (Charttechnik) zurückgegriffen.

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    Daytrading-Chart

    Bereits der Name zeigt auf, um was es sich beim Day-Trading handelt. Hierunter versteht sich ein kurzfristiger Handel, der weniger als einen Tag dauert, um damit an den Finanzmärkten mit den Kursschwankungen diverser Assets Gewinne zu erzielen.

    Das Vorgehen beim Day-Trading ist dabei aber recht unterschiedlich. So gibt es auf der einen Seite Day-Trader, die durch viele Trades an einem Tag ihre Gewinne erzielen. Dahingegen versuchen andere Tageshändler, mit einem oder maximal zwei Geschäften am Tag erfolgreich zu sein.

    Gehandelt wird dabei in der Regel mit Aktien, Kryptowährungen, Futures und vor allem Devisen. Als Day-Trader kannst du sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit tätig sein. Vorab sei gesagt: Day-Trading kann sehr lukrativ sein, aber der langfristige Erfolg stellt sich nur bei wenigen Day-Tradern ein.

    Gut zu wissen


    Im Unterschied zum Investieren, spielen beim Trading langfristige Aussichten und Kennzahlen eines Unternehmens oder eines Asets meistens keine Rolle.

    In der heutigen Zeit können wir einen regelrechten Hype rund um das Thema Day-Trading feststellen. So gibt es Webseiten, die davon sprechen, dass das Daytrading eine einfache Möglichkeit ist, um schnell reich zu werden. Andere Autoren im Netz wiederum raten dringend davon ab, da es keine Möglichkeit gebe, damit reich zu werden.

    Wie so oft, liegt die Wahrheit in der Mitte.

    Denn ja, es ist möglich, mit Day-Trading reich zu werden und ja, die meisten Tageshändler sind langfristig nicht erfolgreich. Wie so oft gilt: Vorbereitung und Information sind das Wichtigste. Damit du ein bisschen besser vorbereitet bist, geben wir dir nachfolgend einige Hinweise zum Day-Trading mit auf den Weg.

    Wie funktioniert Day-Trading genau?

    Zunächst blicken wir kurz auf die Theorie und beleuchten, wie das Day-Trading genau funktioniert.

    So setzen Daytrader zur Gewinnmaximierung bei den Tagesgeschäften Hebel ein, sodass sich der Händler also kurzfristig Geld von seinem Online Broker leiht. Der Vorteil liegt im Gewinnfall klar auf der Hand. Wenn ein Wertpapier beispielsweise um 2 Prozent steigt und der Trader einen Hebel von 1:10 einsetzt, sind dies satte 20 Prozent Gewinn. Aber Achtung: Sinkt der Kurs um zwei Prozent, beträgt bei diesem Hebel der Verlust eben auch satte 20 Prozent. 

    Die meisten Dayrader finden sich im Forex-Handel wieder, gefolgt von Derivaten wie Futures oder Optionen, sowie im Aktienbereich.

    Für die Derivate sprechen vor allem, dass sie für den Handel mit Hebeln bestens geeignet sind.

    Beliebt sind im Trading vor allem Währungspaare, sodass sich Daytrader vor allem in diesem Bereich wiederfinden. Denn hier kann nicht nur rund um die Uhr 24/7 getraded werden, sondern es steht auch ein besonders hohes Volumen zur Verfügung.

    Worauf du beim Daytradig achten solltest

    Wenn wir über das erfolgreiche Day-Trading sprechen, dann geht es hier – wie schon angemerkt – nicht um die schnelle Karriere, die Reichtum bringt, noch ist es etwas, das mal so eben nebenbei erlernt werden kann.

    Vorab musst du dir eine Tatsache vergewissern: es gibt eine entscheidende Schwierigkeit. Dabei handelt es sich darum, dass eine Trading-Strategie den einen Monat bestens funktionieren kann, während sie im kommenden Monat alles andere als gut ist. Da es auf dem Trading-Markt keine zwei komplett gleichen Tage gibt, musst du dich und deine Strategie ständig anpassen.

    Du solltesttzu Beginn deiner Day-Trading-Karriere mindestens sechs Monate bis ein Jahr lang an jedem Tag eine bestimmte Methode des Day-Tradings üben und „trainieren“. Selbst in der Übungsphase mit einem Demokonto benötigt das Day-Trading einen täglichen Zeitaufwand. Denn mit jedem Tag eignen Sie sich Gewohnheiten und Kenntnisse an, die du für den Tageshandel mit Echtgeld benötigst.

    Dabei gilt es auch an mehreren Fronten gleichzeitig zu lernen. Denn schon in dieser Trainingsphase wirst du bemerken, dass du zu bestimmten Tageszeiten bessere Ergebnisse erzielst als zu anderen Zeiten. Auf diese Zeiten solltest du sich dann konzentrieren – sowohl zur „Demozeit“, als auch später dann im Echtgeldhandel.

    Dabei solltest du dir auch bewusst sein, dass du im ersten Jahr mehrere Stunden am Tag mit dem Day-Trading verbringst. Erfahrene Day-Trader wiederum handeln nach einiger Erfahrung oft nur ein bis drei Stunden am Tag.

    90 Prozent der Day-Trader scheitern – Ungeduld ist ein falscher Begleiter

    Auch ein weiterer Fakt sollte immer im Gedächtnis sein: Nur 10 Prozent der Day-Trader sind langfristig erfolgreich. Das heißt, dass der Großteil aller Day-Trader scheitert. Der Grund hierfür ist aber auch recht einfach. Die meisten dieser Trader üben einfach nicht ausreichend. Denn die meisten dieser 90 Prozent haben sich zunächst nicht die ausreichende Trainingszeit genommen. Wenn du aber zu den erfolgreichen Day-Tradern gehören willst, solltest du ausreichend Zeit im Demokonto und mit Lernen verbringen.

    Wie viel Kapital benötige ich zum Daytrading?

    Eine wichtige Frage, die sich viele Neulinge stellen, betrifft den notwendigen Kapitalbedarf beim Trading.

    Hier kann natürlich keine allgemeingültige Aussage getroffen werden. Denn unterschiedliche Märkte benötigen auch einen unterschiedlichen Kapitalbedarf für den Tageshandel. Unter 10.000 Euro ist ein Start bei Aktien meist nicht sinnvoll.

    Deswegen sind beim Day-Trading Hebelprodukte wie CFDs beliebt, da diese den Handel auch mit geringerem Kapitaleinsatz ermöglichen. Denn im Forex-Handel und beim CFD-Trading ist ein Einstieg mit 500 Euro bereits sinnvoll, möglich ist er mitunter sogar mit niedrigeren Beträgen.

    Bei Derivaten wie den Futures solltets du in etwa mit dem Doppelten kalkulieren. Die Hebel sorgen dafür, dass du hier günstig in das Day-Trading-Geschäft einsteigen kannst. So kannst du beispielsweise bei einem Hebel von 10:1 das Zehnfache deines Kapitalaufwands investieren. Wichtig ist dabei aber, dass du nie mehr als 1 Prozent des gesamten Startkapitals für einen einzelnen Trade aufwendest. Dies solltest du unbedingt beachten.

    Schwierigkeiten und Risiken beim Day-Trading

    Natürlich musst du beim Daytrading auch eine Reihe von Hürden und Risiken überwinden. Die größte Schwierigkeit: Jeder Handelstag ist anders! Somit benötigst du als Händler eine Strategie, mit der du unter praktisch allen Marktbedingungen erfolgreich sein kannst.

    Dies bedeutet allerdings nicht, dass du jeden Tag gewinnst. Ganz im Gegenteil: Selbst, wenn du eine sehr gute Strategie hast, wird es immer noch mehrere verlustreiche Tage im Monat geben. Es ist nicht wichtig für dich, jeden Handel jeden Tag zu gewinnen. Was letztendlich zählt: Die Gesamtgewinne eines Monats unter dem Strich.

    Deswegen musst du eine Methode entwickeln, die sich an die jeweiligen Bedingungen des Marktes anpassen kann. Dies bedeutet, dass du zu komplexe Systeme vermeiden solltest. Zudem solltest du auch die psychologischen Hürden nicht unterschätzen. Wenn du dich nämlich dazu entschließt, Day-Trader in Vollzeit zu werden, erhältst du keinen regelmäßigen Gehaltseingang. Gerade wenn der Handel nicht so gut läuft und du Rechnungen bezahlen musst, kann dies eine enorme psychologische Herausforderung werden. Daraus ergeben sich dann oft Fehler beim Handeln, die du unbedingt vermeiden sollten.

    Darüber hinaus warten weitere Risiken. Day-Trader sehen sich beispielsweise starken Gegenspielern gegenüber: den Banken. Diese haben in der Regel mehrere erfolgreiche Trader beschäftigt, die über Jahre hinweg aktiv sind und so der Bank zu einem Informationsvorsprung verhelfen. Ebenso verfügen die Banken über automatisierte Handelssysteme, die den Finanzinstituten ebenso zu Vorsprung verhelfen. Zu guter Letzt solltest du auch auf das mögliche Suchtpotenzial achten, dass das Daytrading mit sich bringen kann.

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    Dieser Artikel wurde erstmals am 14. Mai 2020 veröffentlicht und am 31. Juli 2020 aktualisiert.
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