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In Whisky investieren

Zuletzt Aktualisiert: 24. November 2021

In Whisky zu investieren ist eine der zahlreichen Optionen der alternativen Geldanlage. Lerne, worauf es hier ankommt und welche die wertvollsten Whisky der Welt sind.

Alter Whisky gilt als exklusiv. Er stellt aufgrund seiner Seltenheit ein begehrtes Sammel- und Investitionsobjekt dar. Um direkt in das teure „Wasser des Lebens“ zu investieren, suchen Anleger nach Flaschen mit dem Potenzial einer hohen Wertsteigerung. Neben der Auswahl der Wertanlage stellt die richtige Lagerung der Whiskyflaschen für den Wiederverkauf einen entscheidenden Faktor dar.

Die teuersten acht Whiskys für Sammler und Investoren

1. Isabella’s Islay

Bei der teuersten Flasche Whisky weltweit handelt es sich um einen Isabella’s Islay. Der hohe Wert von 6,2 Millionen US-Dollar resultiert aus dem eleganten Dekanter. In diesem befindet sich die goldfarbene Flüssigkeit. Seine Verzierung besteht aus 8 500 Diamanten und 300 Rubinen. Exquisites Weißgold verleiht ihm eine strahlende Optik.

Der Geschmack des exklusiven Tropfens steht seinem edlen Aussehen in nichts nach. Der Isabella’s Islay gehört als Inbegriff des Luxus-Scotch-Whiskys zu den feinsten Spirituosen dieser Art. Es fällt schwer, in den Besitz einer solchen Flasche zu gelangen. Für Privatinvestoren, die in den Whiskymarkt einsteigen, handelt es sich meist um ein unerschwingliches Produkt.

2. The Macallan M

Dieses Destillat in seiner charakteristischen Sechs-Liter-Flasche zählt zu den ältesten und teuersten Whiskys weltweit. Der Dekanter des The Macallan M besteht aus handgefertigtem Kristall, entworfen und hergestellt von 17 Kunsthandwerkern. Der hohe Wert des edlen Getränks ergibt sich zusätzlich aus seiner Seltenheit. Es reift in Fässern aus spanischer Eiche für 25 bis 75 Jahre. Die letzte bekannte Flasche erzielte bei einer Auktion in Hongkong einen Preis von mehr als 628 000 US-Dollar.

3. The Macallan 64 in Lalique Cire Perdue

Auf dem dritten Platz der teuersten Whiskys weltweit befindet sich ebenfalls ein The Macallan. Diese Kreation besteht aus drei unterschiedlichen Whiskyarten. Diese stammen aus den Jahren 1942, 1945 und 1946. Sie reiften gemeinsam in spanischen Eichenfässern, was der Spirituose ihren unvergleichlichen Geschmack verleiht. Zusätzlich sorgt der exklusive Dekanter für den hohen Wert.

Dieser besteht aus Kristall. Sein Entwurf stammt von der ikonischen französischen Glasmanufaktur Lalique. Eine Flasche des Whiskys ist selten zu finden. Zuletzt tauchte der The Macallan 64 in Lalique Cire Perdue auf einer Auktion im Jahr 2010 auf. Sein Endgebot lag bei 464 000 US-Dollar.

4. Dalmore 62

Der seltene Whisky Dalmore stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Aufgrund seines Alters und der Reifezeit handelt es sich um eine limitierte Delikatesse mit hohem Wertanstieg. Sie befindet sich in einem Dekanter mit Verzierungen aus Platin und Kristall. Um die Holzform, die zur Herstellung des Dekanters zum Einsatz kam, herzustellen, brauchte es mehr als 100 Stunden Handarbeit. Daher verwundert es nicht, dass eine Flasche des edlen Getränks 250 000 US-Dollar kostet.

5. Dalmore 64 Trinitas

Hinter diesem Whisky verbirgt sich laut Kennern ein Blend aus einem der besten Jahrgänge. Der edle Tropfen vereint mehrere Whiskyarten, abgefüllt in den Jahren 1939, 1926, 1878 und 1868. Weltweit existieren drei Flaschen des hochqualitativen Getränks. Davon stand in der Vergangenheit eine für einen Preis von 160 000 US-Dollar zum Verkauf.

6. Glenfiddich Janet Sheed Roberts Reserve 1955

Bei diesem Whisky handelt es sich um eine edle Flasche, die Investoren für weniger als 100 000 US-Dollar kaufen. Eine Flasche Glenfiddich Janet Sheed Roberts Reserve 1955 erreichte bei einer Auktion in New York im Jahr 2012 ein Gebot von 94 000 US-Dollar. Die Spirituose, hergestellt aus Gerste, Birne und Heidekraut, gehört zu den seltensten Whiskys weltweit. Das macht ihn begehrt und teuer. Seit seiner Herstellung befinden sich nur elf Flaschen im Umlauf.

7. Springbank 1919

Zu den mehr als 50 Jahre alten Whiskys zählt der Springbank 1919. Früher erhielt dieser im Guinnessbuch der Rekorde einen Eintrag als teuerster Whisky der Welt. Inzwischen überholten ihn mehrere edle Tropfen. Dennoch stellt er unter Sammlern und Investoren einen der begehrtesten Whiskys dar. Diesen erhalten sie für einen Preis von 78 000 US-Dollar.

8. The Macallan 1926 fine & rare

Ein dritter The Macallan schafft es unter die teuersten Whiskys der Welt. Von diesem Jahrgang steht pro Jahr eine begrenzte Anzahl von Flaschen zum Verkauf. Die Seltenheit erklärt den hohen Preis der Spirituose. Bei dem Macallan 1926 handelt es sich um die älteste und früheste Veröffentlichung der Fine & Rare Kollektion von Macallan. Für das Premiumgetränk bezahlen Sammler 75 000 US-Dollar.

Häufige Fragen & Antworten zu Whisky-Investments

Was ist Whisky und warum kostet er viel?

Die destillierte Spirituose stellen die Produzenten aus vergorener Getreidemaische her. Dabei verwenden die Destillerien traditionell Sorten wie:

  • Gerste,
  • Mais,
  • Roggen und
  • Weizen.

In zahlreichen Ländern traf das Getränk im Laufe der Zeit auf Beliebtheit. Im 18. Jahrhundert stellte es bei den Einwohnern von Pennsylvania ein bevorzugtes Zahlungsmittel dar.

Bei der Spirituose gibt es unterschiedliche Schreibweisen, die nicht beliebig austauschbar sind.

Destillate mit der Bezeichnung "Whisky" stammen aus Schottland (Scotch Whisky). Spirituosen mit dem Namensbestandteil "Whiskey" haben Irland (Irish Whiskey) oder die USA (Bourbon Whiskey) als Herkunftsland.

Es bestehen strenge Bestimmungen, wann sich ein Whisky Whiskey oder Whisky nennen darf. Neben dem Herkunftsland entscheiden darüber die Ingredienzien und die Art der Herstellung.

Neben anderen Ländern verwenden Taiwan und Japan die Schreibweise "Whisky", um die geschmackliche Nähe zum Scotch hervorzuheben.

Für Investoren erweist sich Whisky bis heute als attraktive Wertanlage. Deren Wertentwicklung und der hohe Preis resultieren regulär nicht aus der Qualität des edlen Tropfens oder seines Geschmacks. Die Dekanter, die Whiskyflaschen, treiben aufgrund hochkarätiger Verzierung die Kaufpreise in die Höhe. Bei den in edlen Flaschen abgefüllten Whiskys handelt es sich um hochqualitative Getränke.

Welcher Whisky bietet sich als Wertanlage an?

Für Sammler und Investoren bietet es sich an, einen mit den Jahren im Wert steigenden Whisky zu wählen. Eine Empfehlung stellen limitierte Sonderausgaben dar. Whisky-Destillerien veröffentlichen diese bereits seit den frühen 90er-Jahren. Vorrangig die ersten limitierten Ausgaben erhalten in der heutigen Zeit Seltenheitswert. Von ihnen existieren auf dem Markt wenige Flaschen, was diese wertvoll macht.

Ein gutes Beispiel stellt der „M“-Whisky von Macallan dar. Von diesem produzierte der Hersteller nur vier Flaschen. Zwei davon befanden sich auf dem freien Markt. Bei einer Auktion brachte dieser einen Preis von mehr als 323 000 Euro ein. Suchen Investoren nach einer günstigeren Geldanlage, bietet sich ein weniger exklusiver Tropfen an.

Im Jahr 2015 kam es zur Versteigerung eines 1964er Black Bowmore Whisky in der Originalverpackung aus 1994. Die limitierte Auflage ging mit einem Wert von 5 100 Euro einher.

Wie lagern Sammler und Investoren den Whisky?

Die Lagerung von Whisky gestaltet sich unkomplizierter als das Lagern von Wein. Der Korken des Getränks schließt nicht so dicht wie ein Weinkorken. Daher bewahren die Investoren die Flaschen stehend auf. Vorzugsweise schützen sie sie vor direkter Sonneneinstrahlung.

Es ergibt Sinn, Whisky bei niedriger Temperatur zu lagern. Dabei achten die Anleger auf eine trockene Umgebung. Feuchtigkeit schadet dem Etikett der Flasche. Ein äußeres Manko beeinträchtigt den Wert der Geldanlage.

Welches sind die ältesten Whiskys auf dem Markt?

Vorrangig alte Whiskys haben einen hohen Wert. Die ältesten Flaschen auf dem Markt stammen aus dem 19. Jahrhundert. Der Old Vatted Glenlivet wurde im Jahr 1862 abgefüllt. Eine Flasche des edlen Tropfens verkaufte sich 2013 bei einer Auktion im Auktionshaus Bonhams in New York für 7 735 US-Dollar. Daneben zählt der Glenavon Spezial Likör Whisky zu den ältesten Spirituosen dieser Art. Er stammt aus den Jahren 1851 bis 1858.

Im Guinnessbuch der Rekorde erhielt er als ältester Whisky der Welt einen Eintrag. Die kleine Flasche weist eine blassgrüne Farbe auf. Sie fasst 14 Unzen, was 400 Millilitern entspricht. In ihr befindet sich die blassgoldene Flüssigkeit.

Eine Flasche der Spirituose befand sich bis zum Jahr 2006 im Besitz einer irischen Familie. Sie bot sie im Auktionshaus Bonhams in London zur Versteigerung an. Dort erzielte sie einen Verkaufspreis von 14.850 Euro.

Welches ist der meistverkaufte Whisky der Welt?

Die hochwertigen Whiskys gehen teilweise mit hohen Kosten einher. Demzufolge können sich wenige Käufer die Delikatessen leisten. Anders verhält es sich mit dem weltweit meistverkauften Whisky, Johnnie Walker. Bei diesem handelt es sich um eine erschwingliche Spirituose. Der schottische Whisky, hergestellt von Diageo, steht in beinahe jedem Land weltweit in unterschiedlichen Varianten zum Verkauf. Zu den Standardmischungen zählen:

  • Black Label,
  • Red Label,
  • Gold Label und
  • Platinum Label.

Existieren Risiken bei einer Investition in Whisky?

Legen Investoren zum ersten Mal ihr Geld in Whisky an, besteht die Gefahr einer Fehlinvestition. Beispielsweise geben sie für eine Flasche minderer Qualität überhöhte Preise aus. Ein weiteres Risiko stellen Fälschungen auf dem Markt dar. Diese treten vermehrt auf, da Betrüger die Nachfrage nach seltenen Flaschen ausnutzen. Die häufigsten Fälschungen sind die von The Macallan.

Ebenso entdeckten Käufer in Vergangenheit gefälschte Exemplare von Talisker. Um das Anlagekapital nicht in eine Fälschung oder einen „wertlosen“ Whisky zu investieren, lohnt sich eine Beobachtung des Markts. Für unerfahrene Investoren lohnt es sich, im Zweifelsfall eine Expertenmeinung einzuholen.

Was macht alten Whisky zu einer Wertanlage?

Hochqualitative und alte Whiskys gelten unter Sammlern als eine sichere Anlagemöglichkeit. Der Grund besteht in der hohen Chance einer Wertsteigerung. Whisky, der 50 Jahre oder mehr zum Reifen im Eichenfass braucht, ist begrenzt verfügbar. Es besteht keine Möglichkeit, ihn schnell nachzuproduzieren und den Markt zu fluten. Die edlen Tropfen werden im Laufe der Zeit seltener. Flaschen gehen verloren, weisen Schäden auf oder Whisky-Liebhaber genießen die Spirituose.

In der Folge verknappt sich das Angebot. Der Wert einer einzelnen Flasche steigt. Im Gegensatz zu abstrakten Wertanlagen wie Kryptowährungen stellt Whisky einen materiellen Vermögenswert dar. Die Spirituosen erweisen sich als „harte“ Geldanlagen, die in Krisenzeiten nicht ausfallen oder an Wert verlieren.

Worauf sollten Investoren bei einem Whisky achten?

Betrachten die Käufer den Whisky als Anlagemöglichkeit, investieren sie in seltene Flaschen von hoher Qualität. Diese gehen mit beträchtlichen Kaufpreisen einher. Eine Fehlinvestition stellt aus dem Grund ein großes Ärgernis dar. Um sie zu vermeiden, achten die Investoren auf mehrere Aspekte. Zunächst werfen sie einen Blick auf die Brennerei und die Marke des Whiskys. Zusätzlich gilt es, die Verfügbarkeit des edlen Tropfens in Erfahrung zu bringen.

Befinden sich zahlreiche Flaschen der Spirituose im Umlauf, schmälert das ihren Sammlerwert. Vorrangig in begrenzter Zahl verfügbarer Whisky hat die Chance auf eine attraktive Wertsteigerung. Daneben spielt das Alter des Getränks eine kaufentscheidende Rolle. Unter Sammlern und Investoren gilt eine Faustregel: Ältere Whiskys sind die wertvollsten. Ausnahmen existieren bei exklusiven Auflagen oder besonderen Jahrgängen.

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Dieser Artikel wurde erstmals am 24. November 2021 veröffentlicht und am 24. November 2021 aktualisiert.
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