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Sparplan

Zuletzt Aktualisiert: 25. November 2021

Das Wichtigste in Kürze:

  • Sparpläne ermöglichen auch unerfahrenen Sparern die Beteiligung an den Märkten
  • Du hast u. a. die Wahl zwischen sicherheitsorientierten Banksparplänen und renditeorientierten Fondssparplänen
  • Wir empfehlen thesaurierende ETF-Sparpläne, diese reinvestieren Gewinne und Zinsen
  • Passiv gemanagte Fonds sind wesentlich kostengünstiger als aktiv gemanagte
  • Sparpläne bringen dich nur an dein Ziel, wenn du langfristig Sparwillen und Geduld beweist
  • Da die Besparung automatisch abgebucht wird, können dich Emotionen nicht zu unüberlegten Käufen oder Verkäufen animieren
  • Beliebte ETFs sind MSCI-Word und MSCI All Countries World Index

Hinweis: Bei den Informationen auf dieser Seite handelt es sich um keine Anlageberatung. Informiere dich immer auch selbstständig, bevor du am Finanzmarkt aktiv wirst und/oder nehme eine professionelle Beratung in Anspruch. Anlageentscheidungen werden auf eigene Gefahr und eigene Verantwortung getroffen. Dein Kapital ist auf Finanzmärkten immer einem Verlustrisiko ausgesetzt.

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Was ist ein Sparplan?

Der Sparplan kann als der effizientere und moderne Nachfolger des Sparbuchs bezeichnet werden. Er ermöglicht es dem Sparer, ohne Startkapital durch regelmäßige kleinere Überweisungen oder Einzahlungen mittel- oder langfristig ein Vermögen aufzubauen.

Einen Sparplan kannst du einsetzen, um ein konkretes Sparziel zu verfolgen. Das kann der Kauf eines neuen Fahrzeugs, die Sicherstellung der Ausbildung deiner Kinder oder ein Baustein zur Altersvorsorge sein.

Jedes deiner Ziele lässt sich mithilfe eines Sparplans bequem verfolgen, denn du kannst die Höhe der Sparrate flexibel selbst bestimmen. Je nach Anbieter und Produkt beginnt die Mindestsparrate oft schon bei 10 EUR.

Unterm Strich verlangt jeder Sparplan Disziplin und Geduld des Sparers. Er eignet sich für dich nur, wenn du nicht nach dem schnellen Geld schaust und deine Sparmittel in den nächsten 10 bis 15 Jahren nicht benötigst.

Wertschwankungen bei Fondssparplänen können das Sparen wenig attraktiv gestalten. Daher empfiehlt sich die Kombination sicherheitsorientierter und renditeorientierter Sparplanvarianten.

Wer die Wahl hat, spart vielseitig

Selbst entscheiden kannst du nicht nur die Höhe deiner Sparrate, sondern auch in welche Art von Sparplan du dein Geld investierst. Denn Sparplan ist nicht gleich Sparplan. Verschiedene Arten gehen mit unterschiedlichen Risiken und Kosten einher:

Banksparplan

Die klassische Variante ist der Sparplan bei einer Bank. Dabei schließt du mit dem Kreditinstitut einen Vertrag über Höhe, Intervall und Zeitraum der Besparung.

Die Verzinsung erfolgt fest, gestaffelt oder variabel und wird oft ergänzt um Bonuszahlungen, die während oder am Ende der Laufzeit gutgeschrieben werden.

Nicht nur Verzinsung und Zinseszinseffekt sind Vorteile der Banksparpläne, sondern auch deren Einlagensicherung. Denn die gesetzliche Einlagensicherung schützt deine Spargelder bis zu einem Maximalbetrag von 100.000 EUR je Kunde und Bank.

Dadurch erweisen sich diese Sparprodukte als besonders wenig riskant. Das hohe Maß an Sicherheit konkurriert mit der niedrigen Verzinsung. Denn aufgrund der Niedrigzinsphase werden Banksparpläne wenig attraktiv verzinst.

Das niedrige Zinsniveau birgt zudem das Risiko, dass der Marktzins während der Laufzeit höher steigen könnte als der fix vereinbarte Zinssatz des Banksparplans.

Tagesgeldsparplan

Wer mit den niedrigen Zinsen des etwas in die Jahre gekommenen Banksparplans nicht zufrieden ist, findet bei vielen Anbietern den Tagesgeldsparplan.

Auch ihn kannst du kostenfrei abschliessen und flexibel nutzen. Keine festen Laufzeiten, bei Bedarf tägliche Verfügbarkeit und die freie Wahl der Sparhöhe überzeugen.

Dazu kommen höhere Zinsen als bei Banksparplänen, die allerdings nicht fix sind. Der Zinssatz eines Tagesgeldsparplans kann sich ändern, wenn deine Depotbank sich dazu entscheidet.

Manche Banken empfehlen dann den Abschluss eines neuen Sparplans mit attraktiven Zinsen und Umschichtung deiner angesparten Mittel. Dabei solltest du jedoch darauf achten, dass du den Überblick nicht verlierst.

Aktiensparplan

Höhere Renditen als mit einem Banksparplan erzielen Sparplanvarianten, die ihre Mittel auf dem Kapitalmarkt anlegen. Damit profitiert der Anleger von Kurssteigerungen und Gewinnbeteiligungen. Das verbessert die Chancen auf höhere Renditen, schafft jedoch auch größere Risiken.

Eine der möglichen Varianten ist ein Aktiensparplan. Als Sparer entscheidest du, welche Einzelaktien du regelmäßig besparen willst. Der Nachteil: Nicht alle Aktien sind sparplanfähig, daher hängt die Auswahl vom Anbieter ab.

Zudem solltest du dich vor Abschluss des Sparplans über die Gebühren informieren, die bei einem Aktienkauf im Zusammenhang mit dem Sparplan anfallen können.

Auch die Risikostreuung ist einen kritischen Blick wert: Denn bei einem Sparplan in Einzelaktien ist eine ausgewogene Risikostreuung erst ab einer höheren Besparung möglich.

Fondssparplan

Bereits diversifizierte Produkte ermöglichen eine bessere Risikostreuung. Dazu gehört die Anlage in einen Fondssparplan.

Dabei werden von den monatlich eingezahlten Beträgen Anteile an Investmentfonds erworben, die ihre Gelder in Aktien und Anleihen investieren. Auch hier solltest du auf die Auswahl der Fonds bei deiner Depotbank achten, denn nicht alle Fonds sind sparplanfähig.

Die Kosten des Fondssparplans solltest du ebenfalls vorab prüfen, denn bei aktiv gemanagten Fonds fallen weit höhere Verwaltungsgebühren an als bei passiv gemanagten Indexfonds (ETFs).

ETF-Sparplan

Beliebt und kostengünstig sind passiv gemanagte ETF-Sparpläne. ETF steht für Exchange Traded Funds. Als Sparer erwirbst du mit deinen regelmäßigen Sparbeiträgen Anteile an solchen ETFs. Diese bilden einen aktuellen Index wie beispielsweise dem DAX oder MDAX 1:1 ab.

Der Sparer hat die Wahl zwischen Indizes mit unterschiedlichen Ausrichtungen. So können wahlweise in Aktien oder Anleihen investiert werden. Wie hoch die Risikostreuung ist, hängt vom abgebildeten Index ab.

Zudem darf der Anleger zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs zu wählen. Bei einem thesaurierenden ETF werden Gewinne nicht an den Anleger ausgezahlt, sondern automatisch reinvestiert. Solche ETFs sind vor allem für langfristige Anleger empfehlenswert.

Dagegen wird bei einem ausschüttenden ETF die Dividende direkt nach Gutschrift ausgezahlt. Wer sich jährlich nach der Auszahlung etwas gönnen will, darf sich schon auf die nächste Dividendengutschrift freuen.

Zertifikatesparplan

Etwas weniger bekannt als Bank- und ETF-Sparpläne ist der Zertifikatesparplan. Auch hier kannst du an der Wertentwicklung der darin enthaltenen Wertpapiere teilhaben.

Deutlich größer ist jedoch dein Risiko, denn Zertifikate sind Schuldverschreibungen. Diese gelten nicht als geschütztes Sondervermögen und unterliegen auch nicht der Einlagensicherung.

Als Sparer solltest du bei der Wahl des Emittenten aufmerksam sein und dich gut informieren. Gerät dieser in wirtschaftliche Schieflage, droht dir der Totalverlust deines Sparkapitals.

Riestersparplan

Darüber hinaus gibt es Riester-Sparpläne und Riester Fondssparpläne. Beides dient der Altersvorsorge und wird ebenfalls mit aktuell 175 EUR p. a. staatlich gefördert.

Es profitieren insbesondere Familien vom Riestersparen, denn für jedes vor 2008 geborene Kind bezuschusst der Staat den Vertrag nochmals mit 185 EUR p. a., für jüngere Kinder sogar 300 EUR p. a. zusätzlich.

Der Nachteil: Das Geld steht erst im Rentenalter zur Verfügung. Vorsicht, wer das Geld ungeduldig vorzeitig abruft. Das bedeutet den Verlust sämtlicher staatlicher Förderungen.

Mit welchen Kosten muss ich bei Sparplänen rechnen?

Während ein Bank- oder Tagesgeldsparplan in der Regel lediglich Depotkosten mit sich bringt, fallen bei einem Fonds- oder ETF-Sparplan schnell Kauf- und Verkauf-Kosten an.

  • Je nach Anbieter sind dies Kaufkosten wie Orderprovision von ca. 1,5 % des Anlagebetrages und sogenannte laufende Kosten für Betrieb, Marketing etc.
  • Allerdings verzichten vor allem Direktbanken immer häufiger in Aktionen oder dauerhaft auf sämtliche Kaufkosten, um Kunden die Entscheidung für einen Sparplan zu erleichtern.
  • Den Gewinn bei Verkauf musst du zusätzlich versteuern.

Vor- und Nachteile von Sparplänen

Vorteile

Cost-Average-Effekt: Wer sein Geld anlegen will, den beschäftigt immer wieder die gleiche Frage: Wann steigt man am besten ein, um oder aus? Eine Frage, die selbst erfahrene Anleger nicht kaltlässt.

Das Problem haben Investoren in Aktiensparpläne, ETF- und Fondssparpläne nicht. Möglich macht es der Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosten Effekt).

Denn der Vorteil der regelmäßigen Geldanlage ist, dass auch bei einem Kurssturz automatisch Anteile gekauft werden. Aufgrund des niedrigen Kurses sind dies mehr Anteile als vorher, dafür werden es wieder weniger, wenn die Kurse steigen.

Durch diesen automatischen Ausgleich hat der Anleger keine kritischen Entscheidungen zu treffen, um Kursschwankungen zu begegnen.

Voraussetzung für einen funktionierenden Cost-Average-Effekt ist, dass Sparpläne langfristig bespart werden, ohne dass der Anleger eingreift.

Niedrige Kosten: Da ETFs passiv gemanagt werden, sind ihre Kosten meist deutlich niedriger als die der aktiv gemanagten Fonds.

Zinserträge: Ein weiterer Vorteil: Deine Spareinlagen verursachen keine Negativzinsen. Denn viele Kreditinstitute verlangen inzwischen auf dein Guthaben Negativzinsen, wenn du es auf einem Girokonto parkst.

Niedrige Einstiegsrate: Zudem kannst du mit dem Sparen schon beginnen, wenn du nur kleine Beträge abzweigen kannst. Du brauchst nicht erst eine größere Summe anzusparen.

Einlagensicherung: Auch die Frage der Sicherheit eines Sparplans ist ein attraktives Argument. Bank- und Tagesgeldsparpläne unterliegen nämlich der europaweiten Einlagensicherung bis zu 100.000 EUR je Sparer und Bank.

Tipp: Um den größtmöglichen Vorteil aus einem Sparplan zu ziehen, sollte eine renditestarke Variante gewählt werden. Das grenzt einen Banksparplan aufgrund der anhaltend niedrigen Zinsen eher aus, auch wenn dieser sicherheitsorientierten Anlegern am ehesten liegen dürfte.

Langfristige Fonds- und ETF-Sparpläne bringen dir deutlich mehr Vorteile. Du brauchst dich nicht um geeignete Zeitpunkte zur Investition zu kümmern, profitierst bei ETFs von niedrigen Kosten und nutzt den Durchschnittskosteneffekt.

Nachteile

Nachteilig ist beim Thema Sparplan der Faktor Zeit. Den ein Sparplan muss langfristig gehalten und bespart werden, um sinnvoll zu sein. Erst dann kannst du auch den Zinseszinseffekt nutzen. Daher solltest du mit einem Sparplan so früh wie möglich starten.

Bei der höheren Rendite eines Fonds- oder ETF-Sparplans nimmst du die fehlende Einlagensicherung in Kauf. Denn sie sind im Gegensatz zu Bank- und Tagesgeldsparplänen nicht staatlich abgesichert.

Börsenschwankungen bringen daher Risiken mit sich, die zu Wertverlusten führen können.

Welche Rendite ist bei Sparplänen zu erwarten?

Obwohl du bei einem Sparplan klein anfängst, kannst du dir als Anleger attraktive Wertsteigerungen an den globalen Börsenmärkten sichern.

Diese können bei ETF- oder Fondssparverträgen bis zu 7 % pro Jahr betragen. Das hat im Jahr 2017 die Studie The Rate of Return on Everything belegt.

Ist der Fonds thesaurierend, reinvestierst du die Gewinne automatisch. Das wirkt sich zusätzlich auf die Wertsteigerung aus.

Häufige Fragen & Antworten zu Fonds

Ist ein Sparplan sinnvoll?

Besitzt du keine größere Barschaft, um zu investieren, punktet der Sparplan. In ihn kannst du monatlich kleinere Beträge einzahlen und sparst dennoch auf dein Ziel hin.

Sinnvoll ist eine Anlage in Sparplänen nur, wenn du auch hier auf eine ausreichende Risikostreuung achtest. Das erfordert bestimmte Sparraten, um eine optimale Diversifizierung zu erreichen.

Besser für kleine Sparbeiträge ist der Einsatz von bereits breit gestreuten Produkten wie ETFs, bei denen du mit kleinem Geld in Aktien und Anleihen investierst.

Welcher ETF hat eine hohe Dividende?

Empfehlenswert hinsichtlich Rendite und Diversifizierung sind diese ETFs:

  • MSCI-Word
  • MSCI All Countries World Index
  • als nachhaltiger Vertreter: UBS (ISIN: LU0629459743)

Während der MSCI World mit rund 1.600 Unternehmen überwiegend aus Europa und Amerika punktet, überzeugt der MSCI All Countries World Index mit einem großen Wachstumspotenzial der 2.500 Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern. Durch die Aufnahme der Schwellenländer ist dieser ETF etwas risikoreicher.

Wer Wert auf Nachhaltigkeit und soziale Aspekte legt, den interessiert wahrscheinlich der nachhaltige UBS (ISIN: LU0629459743) mehr. Er beinhaltet 400 ausgewählte Aktien des MSCI World, die hinsichtlich Produktion, Arbeitsbedingungen etc. ethische Standards erfüllen.

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Dieser Artikel wurde erstmals am 25. November 2021 veröffentlicht und am 25. November 2021 aktualisiert.
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