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Kryptowährungen: Die 5 größten Anfängerfehler und wie du sie vermeiden kannst


Martin Fiedler

Zuletzt Aktualisiert: 31. Oktober 2021

Zusammengefasst


Anfänger verlieren beim Handel mit Kryptowährungen in den meisten Fällen Geld. Das liegt an einigen wenigen, aber wichtigen Punkten.

Die häufigsten Anfängerfehler beim Investieren in Kryptowährungen sind:

  1. 🟡 Den Unterschied zwischen Bitcoin, Altcoins, Stablecoins, Meme-Coins und CBDC's nicht zu kennen. Klingt trivial, ist aber wichtig!
  2. 📊 Nicht zu wissen, was eine Marktkapitaliserung ist und Coins für € 0,000486,- pauschal als "günstig" zu erachten.
  3. 📈📉 Der oder die Letzte in einem "Pump & Dump" zu sein.
  4. ❌ In ICO's von Coins hereinzufallen, bei denen kein Wert dahintersteht.
  5. 📈 In Coins zu investieren, wenn die eigentliche Party schon längst vorbei ist.

Aber keine Sorge. Unsere Aufgabe ist es, hier für Aufklärung zu sorgen. Damit dir diese Fehler nicht passieren 🙂

Hinweis: Bei den Informationen auf dieser Seite handelt es sich um keine Anlageberatung. Informiere dich immer auch selbstständig, bevor du am Finanzmarkt aktiv wirst und/oder nehme eine professionelle Beratung in Anspruch. Anlageentscheidungen werden auf eigene Gefahr und eigene Verantwortung getroffen. Dein Kapital ist auf Finanzmärkten immer einem Verlustrisiko ausgesetzt.
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Du lernst, was die meisten Anfänger falsch machen

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Fehler #1: Den Unterschied zwischen Bitcoin, Altcoins, Stablecoins, CBDCs und Meme-Coins nicht zu kennen

Kryptowährung ist nicht gleich Kryptowährung. Diese Lektion kommt den meisten Anfängern teuer zu stehen. Denn es gibt große Unterschiede zwischen einem Bitcoin, einem Ethereum und einem SHIBA INU.

  • Bitcoin: Bitcoin ist das Zugpferd. Keine andere Kryptowährung hat so einen guten Ruf wie dieser Coin. Es ist auch das einzige WIRKLICH dezentrale Projekt. Das geht sogar so weit, dass nicht einmal der Gründer bekannt ist. Man kann nicht über Kryptowährungen sprechen, ohne auch "Bitcoin" zu erwähnen. Bitcoin ist in manchen Ländern mittlerweile sogar staatlich anerkanntes Zahlungsmittel (Beispiel: El Salvador).
  • Altcoins: Als "Altcoins" werden alle Kryptowährungen außer Bitcoin selbst bezeichnet. Diese unterliegen meistens höheren Risiken als Bitcoin selbst und sind daher volatiler. Einen kleinen Sonderstatus in dem Ganzen nimmt Ethereum ein.
  • Stablecoins: Zu Stablecoins zählen beispielsweise Tether (USDT), USD Coin (USDC) oder Binance USD (BUSD). Wie der Name schon sagt, sind Stablecoins wertstabil und kosten, im besten Fall, immer genau 1 US-Dollar. Stablecoins haben den Zweck, schnell von einer Kryptowährung in einen stabilen Coin zu wechseln, bevor die nächste Kryptowährung gekauft wird. Es ist keine Wertsteigerung zu erwarten.
  • CBDC's: CBDC, oder auch Central Bank Digital Money, ist digitales Zentralbankgeld und, so vermutet man, die Zukunft unseres Geldes. Bei einem CBDC handelt es sich allerdings in der Regel um KEINE Kryptowährung, da diese Art von digitalem Geld technologisch gänzlich anders aufgebaut ist. CBDC's sind auch nicht zwingend eine Konkurrenz für Kryptowährungen, da beides (meistens) unterschiedliche Zwecke verfolgt. Eine Investition in Coins wie den e-Yuan macht aus Spekulationsgründen also wenig Sinn.
  • Meme-Coins/Casino-Coins: Bei zum Beispiel Dogecoin oder auch SHIBA INU handelt es sich um Meme-Assets, Diese Art von Assets, bzw. in diesem Fall Coins, erfüllen keinen besonderen Zweck oder Aufgabe. Sie werden meist nur aus Spaß an der Freude gehandelt. Genauso schnell wie Meme-Coins steigen können, können sie auch wieder fallen. Ein Investment gleich eher dem Spiel im Casino.

Fehler #2: Marktkapitalisierungen ignorieren. Nein, dieser Coin für € 0,000516,- ist nicht günstig!

Die Marktkapitalisierung ("Market Cap") ist zwar keine besonders genaue Metrik, trotzdem aber eine sehr wichtige!

Beispiel: Von Bitcoin gibt es 21 Millionen Stück. [21.000.000] x [aktueller Preis pro Stück] = Marktkapitalisierung.

Wenn es von einer Kryptowährung aber nicht "nur" 21 Millionen Coins, sondern gleich beispielsweise 500 Billionen gibt, wird ein Coin dieser Kryptowährung klarerweise nie auf einen vergleichbaren Wert von 1 Bitcoin kommen.

Wo sollte das ganze Geld denn auch herkommen?

Der Preis eines Coins alleine sagt also überhaupt NICHTS darüber aus, ob dieser günstig oder teuer ist. 

Marktkapitalisierung Infografik
Pump & Dumps

Fehler #3: Du gehörst zu den Letzten in einem Pump & Dump

Pump & Dumps fallen in regulierten Märkten unter Marktmanipulation. Bei Kryptowährungen sind solche Dinge zwar noch oft legal (ohne Gewähr), was sich jedoch mit der Zeit auch ändern wird.

Nichtsdestotrotz sind Pump & Dumps aktuell noch an der Tagesordnung und werden vermutlich auch nie ganz verschwinden.

Das Ganze funktioniert so: Eine Gruppe von Tradern vereinbart eine bestimmte Kryptowährung gemeinschaftlich zu einem bestimmten Zeitpunkt zu kaufen. Diesen raschen Kursanstieg bekommen dann auch andere Investoren außerhalb des eingeweihten Kreises mit und reiten die Welle mit. Dadurch steigt der Kurs noch weiter.

Die Gruppe, welche den Pump & Dump initiiert hat, steigt kurz danach aus und nimmt Gewinne mit. Dadurch sinkt der Kurs schnell wieder und die Verlierer sind diejenigen, welche von dem Pump & Dump nichts wussten und ihre Coins zu einem sehr viel tieferen Preis wieder verkaufen müssen.

Pump & Dump Infografik
Pump & Dumps

Fehler #4: Du investierst in Coins und ICO's, bei denen kein Wert dahintersteht

Das Herausbringen von neuen Coins ist mittlerweile ein völlig neues Geschäftsfeld für findige Unternehmen geworden.

Das Rezept dazu ist einfach:

  1. Baue deinen eigenen Token auf ERC-20-Basis und gib' diesem einen guten Namen. Irgendetwas mit "Moon" oder "Lambo".
  2. Verfasse ein "Whitepaper", in dem du alle Vorteile und Vorzüge deines Coins in schillernden Worten erklärst. Das Gleiche machst du natürlich auch auf der dazugehörigen Webseite.
  3. Veranstalte einen ICO, bei dem du deine Kryptowährung vorab vergünstigt verkaufst. Im besten Fall noch inklusive eines Empfehlungsprogramms, damit auch Freunde und Familienmitglieder der Investoren mit  hineingezogen werden.
  4. Im besten Fall wirst du auch von zwei, drei Krypto-Exchanges gelistet, von den vorher noch nie jemand etwas gehört hat. Wichtig ist nur, dass dein Coin irgendwo handelbar ist.
  5. Das war's! Du hast Geld eingenommen, ohne einen echten Wert zu schaffen!

Dass das alles in die Kategorie "Betrug" fällt, darüber brauchen wir natürlich nicht zu reden.

So funktioniert es aber. Und solche Leute warten auf Anfänger, die sich noch nicht gut auskennen und auf solche Maschen hereinfallen.

Prüfe daher immer, wie legitim ein Krypto-Projekt wirklich ist und welcher Wert dahinter steht, bevor du investierst.

100% der Krypto-Projekte hören sich zwar wahnsinnig gut an. Geschätzte 99% davon sind jedoch Müll.

Fehler #5: Du kaufst den Coin erst, wenn die Party schon vorbei ist

Dieses Phänomen gibt es nicht nur bei Kryptowährungen, sondern in allen Finanzmärkten.

Für den Großteil der Privatanleger wird eine Kryptowährung erst interessant, wenn diese besonders hoch gestiegen ist. Die meisten Anleger erfahren überhaupt erst auf diese Weise von der jeweiligen Kryptowährung.

Was viele jedoch nicht bedenken ist, dass die Sache in den meisten Fällen dann schon gelaufen ist. Wenn eine Kryptowährung um 500.000% gestiegen ist und man kauft diese Kryptowährung erst nach diesem gigantischen Anstieg, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass diese nochmals so einen Zuwachs erreichen wird.

Natürlich gilt das nicht für absolut jeden Fall. Es kann in manchen Fällen natürlich auch Sinn zu machen zu investieren, nachdem der Kurs der Kryptowährung durch die Decke gegangen sind. Man darf dann aber nicht mehr mit ähnlich großen Preiszuwächsen rechnen.

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Dieser Artikel wurde erstmals am 31. Oktober 2021 veröffentlicht und am 31. Oktober 2021 aktualisiert.
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