Krypto-Börsen ohne KYC-Verifizierung


Martin

Zuletzt Aktualisiert: 8. Oktober 2020

Krypto-Börsen komplett ohne KYC & AML-Verifizierung gibt es nur sehr eingeschränkt. Und mit jenen Plattformen, wo überhaupt kein Know-Your-Customer-Verfahren erforderlich ist, sollte aus Sicherheitsgründen sowieso nicht getradet werden. Trotzdem haben wir für dich eine Auswahl an Exchanges zusammengestellt, wo unter bestimmten Grenzen keine Verifizierung nötig ist.

Börse Voraussetzung/Limit (Kein KYC) Lizenz
eToro
eToro
Handelssumme nter € 2.000,-
Binance
Binance
Es dürfen nicht mehr als 2 BTC innerhalb von 24 Stunden transferiert werden.
Bitfinex
Bitfinex
10 BTC innerhalb von 24 Stunden
Changelly
Changelly
2 BTC innerhalb von 24 Stunden
Bybit
Bybit
Kein Limit, aktuell KYC-frei
Bitmex
BitMEX
Kein Limit, aktuell KYC-frei

Wie du siehst, gibt es zwar Krypto-Börsen ohne KYC, jedoch nur in kleiner Anzahl und oft mit bestimmten Limits.

Hintergründe zur KYC-Verifizierung

Broker und Krypto-Exchanges sind aus gutem Grund verpflichtet, eine Verifizierung ihrer Kunden durchzuführen. Durch das Verfahren wird versucht, Geldwäsche-Versuchen, Steuerhinterziehung und die Finanzierung illegaler Waren oder Dienstleistungen zu finanzieren.

Jede regulierte Krypto-Börse ist demnach verpflichtet, ihre Kunden zu kennen. Dazu werden meistens folgende Dokumente eingefordert:

  • Reisepass, Führerschein oder Personalausweis
  • Ein Foto (Selfie) von dir, in dem du einen gut sichtbar einen von der Exchange genannten Code gleichzeitig mit einem Lichtbildausweis in die Kamera hältst. So soll sichergestellt werden, dass es sich tatsächlich du registrierst und nicht etwa jemand, der nur deine Identität gestohlen hat.

Dieser Vorgang lässt sich bei kleinen Beträgen noch umgehen. Sobald es aber um große Summen (sowohl an Euro oder Kryptowährungen) ist das nicht mehr möglich. Wenn bekanntwerden sollte, dass eine Krypto-Börse kein KYC durchführt, würden schnell die Behörden bei der Plattform anklopfen.

Ist es möglich, anonym auf Krypto-Börsen zu handeln?

Der Grund, warum manche Trader ohne Verifizierung Kryptowährungen kaufen möchten, ist Anonymität. Dies ist aber für einen Laien kaum zu erreichen. Es gibt immer Wege, jemanden zurückzuverfolgen, sobald Geld im Spiel ist:

  • Du wirst Geld an die Krypto-Börse überweisen müssen, um zu handeln. Sowohl Banküberweisungen, Kreditkarten wie Visa oder Mastercard  als auch PayPal lassen sich alle zurückverfolgen.
  • Bei Beträgen ab € 10.000,- müssen Transaktionen von den Finanzinstituten auch an das Finanzamt gemeldet werden.

Wenn also gängige Zahlungsmittel genutzt werden, ist es auch immer möglich, herauszufinden, wer, was wann gekauft hat.

Die einzige Option sind anonyme Zahlarten wie Paysafecard. Aber auch hier gibt es Limitierungen. Und irgendwann wirst du das mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen verdiente Geld auch auszahlen wollen, womit das oben erwähnte Problem eintritt.

Der einzige Grund, Verifizierungen zu umgehen, sollte also Zeiteinsparung sei. Komplett ohne KYC wird es aber nur bei ganz kleinen Summen gehen.

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Erklärung für das * Sternchen: Unter bestimmten Voraussetzungen kann bei erfolgreicher Vermittlung eine Vermittlungsprovision vom jeweiligen Anbieter ausgezahlt werden. So kannst du uns ohne Nachteile für dich unterstützen und wir können im Gegenzug kostenlose Inhalte für dich produzieren.
Dieser Artikel wurde erstmals am 8. Oktober 2020 veröffentlicht und am 8. Oktober 2020 aktualisiert.
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