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MArgin

  • In der Wirtschaftswissenschaft und im Börsenhandel stellt die Margin eine Sicherheitsleistung dar.
  • Sie beschreibt den Vorschuss, den Trader beim Kauf oder Verkauf eines Basiswerts bezahlen.
  • Trader hinterlegen die Margin bei ihrem Broker, bevor sie eine Handelsposition eröffnen.
  • Abhängig vom Tradingportal besteht die Sicherheitsleistung aus Buchgeld oder Wertpapieren.
  • Mit der Margin gewährleisten die Anleger, dass sie in der Lage sind, eine eingegangene Verpflichtung zu erfüllen.

Die Margin – was verbirgt sich hinter der Sicherheitsleistung?

Bei der Margin handelt es sich um einen Geldbetrag. Diesen hinterlegen die Trader bei ihrem Broker, um eine Handelsposition zu eröffnen und aufrechtzuerhalten.

Diese Sicherheitsleistung entspricht dem Unterschied der Position und dem Kapital, das der Online-Börsenmakler oder Leverage-Anbieter den Anlegern zur Verfügung stellt.

Beim Trading existieren zwei Arten der Margin. Neben der Einstiegsmargin erhält die Halte-Margin Relevanz.

Die Einstiegsmargin bezeichnet die benötigte Anzahlung für das Eröffnen einer Position. Dementsprechend nennt sie sich alternativ Eröffnungsmargin oder Einlage.

Sobald der Handel beginnt, einen Verlust zu erleiden, zahlen Trader mehr Geld ein. Der Nachschuss erfolgt, wenn die hinterlegte Sicherheitsleistung nicht für das Aufrechterhalten der Position ausreicht.

In dem Fall befinden sich die Trader für den Anbieter im Margin-Call. Du stockst das Guthaben auf deinem Handelskonto auf oder schließt die Handelsposition. Das zusätzlich eingezahlte Kapital nennt sich fortlaufende Margin oder Halte-Margin.

Vorwiegend benutzen die Anleger die Einlage, um Hebelprodukte – beispielsweise Differenzkontrakte – zu nutzen.

Die Hebel ermöglichen es den Tradern, mit einem Bruchteil des Handelswerts das volle Marktrisiko zu erreichen. In dem Fall geben sie die erforderliche Margin als Prozentsatz an.

Die Margin an einem Beispiel erklärt

Um die Funktionsweise der Sicherheitsleistung zu verstehen, empfiehlt sich ein Beispiel. In diesem kaufst du Aktien eines Unternehmens im Wert von 1.000 Euro. Bei einem klassischen Börsenmakler erwirbst du die Wertpapiere zum vollen Preis.

Entscheidest du dich, mit einer Margin zu traden, bezahlst du im Vorfeld einen Bruchteil der Kosten. Benötigt der Anbieter beispielsweise 20 Prozent der Position als Sicherheitsleistung, liegt die Eröffnungsmargin bei 200 Euro.

Obgleich du weniger Eigenkapital investierst, bewegst du ein hohes Kapitalvolumen auf dem Markt. Handelst du mit Hebelprodukten, bedenkee, dass Hebel in beide Richtungen funktionieren.

Sie erhöhen die Chance auf eine attraktive Rendite und das Risiko eines Kapitalverlusts.

Welche Vor- und Nachteile birgt die Sicherheitsleistung?

Die Margin geht für die Trader mit positiven und negativen Aspekten einher. Folgende Vorteile erwarten dich beim Handeln mit Einlage:

  • Mit der Margin kannst du deine Gewinne ausbauen. Diese stammen aus dem Risiko der handelbaren Position und der Sicherheitsleistung.
  • Der Kauf auf Margin ermöglicht es, das Kapital verstärkt zu streuen. Das gelingt durch das Diversifizieren von Positionen über eine größere Breite.
  • Im Gegensatz zum Handel ohne Hebel erlaubt das Hinterlegen der Sicherheitsleistung, Short auf die Märkte zu gehen. Die Trader profitieren von Handelsmärkten, auf denen die Kurse fallen oder steigen.

Obgleich für Anleger die Option besteht, ihre Gewinne durch die Margin zu vergrößern, existieren Nachteile. Beispielsweise weitet sich beim Handel mit Sicherheitsleistung das Verlustrisiko aus, sofern sich der Markt gegen die Trader wendet.

Der Grund: Der Kapitalverlust errechnet sich nicht aus der Margin, sondern aus dem Gesamtwert der Handelsposition.

Diesen Aspekt beachten unerfahrene Trader nicht. Unter Umständen stehst du nach einer unglücklichen Handelsentscheidung vor einem kompletten Kapitalverlust. Um das zu vermeiden, benötigst du eine solide Risikomanagementstrategie.